Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die Ausgangssituation

Die Kernkompetenzen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) liegen im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Das angebotene Fächerportfolio an elf Fakultäten umfasst über neunzig moderne Studiengänge in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Informatik, Geistes- und Sozialwissenschaften. Als größte deutsche Forschungs- und Lehreinrichtung bietet das KIT seinen 21.000 Studierenden (SoSe 2012) durch die enge Verschränkung zwischen Großforschung und Lehre eine in Deutschland einzigartige Studienumgebung.

Das KIT engagiert sich im Rahmen des Qualitätspaktes Lehre in zwei Vorhaben:


Zum Vorhaben KIT - Lehre hoch Forschung, Förderkennzeichen 01PL12004

Ziel der Lehre am KIT ist die Qualifikation Studierender, die auf Basis einer intensiven wissenschaftlichen und forschungsorientierten Ausbildung und zusätzlichen Kompetenzerwerbs eigenständig Handlungsbedarfe identifizieren, komplexe Fragestellungen bearbeiten und nachhaltige Lösungen entwickeln können. Das Vorhaben „KIT – LehreForschung“ verfolgt die Zielsetzung einer flächendeckend umgesetzten forschungsorientierten Lehre, deren strategische Umsetzung die frühe Einbeziehung aller Studierenden in Forschungsprojekte einerseits sowie die nachhaltige Verbesserung der Lehrqualität unter Berücksichtigung des Grundsatzes „Lehre folgt Forschung“ anderseits bildet.

Die Projekte des Vorhabens zielen auf eine nachhaltige Verbesserung der Lern- und Studienbedingungen am KIT und berücksichtigen dabei gleichzeitig fachliche Spezifika. Beispiele hierfür sind

  • die Servicestelle „Projektorientierte Lehre“ der Fakultät für Informatik,
  • ein neues Konzept für Teamprojekte in frühen Studienphasen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und
  • die „Schule des architektonischen Denkens“ der Fakultät für Architektur.

Dazu kommen zahlreiche weitere Angebote in nahezu allen Fakultäten sowie bei den Lehramtsstudiengängen, begleitet durch ein IT-basiertes Selbstmonitoring und -management für Studierende.

Zweite Säule des Antrags ist die kontinuierliche Steigerung der Qualität der Lehre. Dazu baut das KIT die Unterstützungsangebote der zentralen Einrichtungen aus. Kernpunkte sind die Einbeziehung der Wissenschaftler /-innen des Helmholtz-Bereichs zur Verbesserung der Betreuungsrelation und Forcierung einer forschungsnahen Lehre. Hier soll ein zentraler Ansprechpartner die Bildung von Kooperationen unterstützen, den Austausch initiie-ren und die Qualifizierung der Mitarbeiter/-innen koordinieren. Hinzu kommen umfassende Qualifizierungs- und Betreuungsangebote für neue Professor/-innen sowie eine hochschuldidaktische Nachbereitung von Lehrevaluationen.


Zum Vorhaben MINT-Kolleg Baden-Württemberg, Förderkennzeichen 01PL11018A

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Hochtechnologiestandort. Der universitären Ausbildung und der nachhaltigen Sicherung hochqualifizierten Nachwuchses in den MINT-Fächern kommt dabei eine vorrangige Bedeutung zu. Doch während der Bedarf von MINT-Absolventen langfristig wächst, steigt die Zahl von MINT-Absolventen kaum. Die MINT-Fächer gelten allgemein als schwierig, die Abbruchquoten sind hoch. Als primäre Ursachen werden der schwierige Übergang von der Schule ins Fachstudium, individuelle Wissenslücken der Studienanfänger und ungenügende Betreuungsbedingungen an Hochschulen angeführt. Um die Übergangsphase von der Schule ins MINT-Studium zu erleichtern, die Abbruchquote zu senken und mehr Frauen und ausländische Studierende für ein MINT-Studium zu gewinnen, haben das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Stuttgart das MINT-Kolleg Baden-Württemberg gegründet.

Angebote des MINT Kollegs am KIT
Das MINT-Kolleg richtet sich an Studieninteressierte und Studienanfänger, die vorhandene Wissenslücken in Mathematik, Informatik, Physik und Chemie schließen wollen. Die Ziele des Lehrprogramms des MINT-Kollegs sind die Sicherung und der Ausbau fachlicher Grundlagen in den MINT-Fächern, um einen optimalen Übergang von der Schule ins Studium zu ermöglichen. Die Kurse können studienvorbereitend und studienbegleitend genutzt werden.

Studienvorbereitend:

  • Online-Test zur Selbstprüfung der eigenen Leistung und anschließende Beratung
  • Vierwöchige Vorkurse direkt vor dem Studienbeginn zur Auffrischung von Schulkenntnissen
  • Einsemestrige MINT-Kurse im Sommersemester für Schüler bzw. Abiturienten
  • MINT- und Deutschkurse für ausländische Studienbewerber

Studienbegleitend:

  • Vorlesungsvorbereitende Kurse zur Auffrischung von Schulkenntnissen
  • Vorlesungsunterstützende Kurse zu ausgewählten Fachvorlesungen
  • Vorlesungsnachbereitende Repetitorien für Grundlagenfächer
  • Arbeitstechniken zur Bewältigung der studienspezifischen Anforderungen
  • Ganzjährig verfügbare Online-Module mit Übungen und Musterlösungen

Ansprechpartner

Projektleiter
Lehre
Forschung:
Prof. Dr. Alexander Wanner 

 E-Mail

Projektleiterin
MINT-Kolleg:
Dr. Claudia Goll

 E-Mail

Dokumente

  • Presseinfo MINT-Fächer

    [PDF - 83,2 kB]

     (URL: http://bmbftest.pt-dlr.de/_media/PI_20-05-2011_MINT_Faecher_erfolgreich_studieren.pdf)

  • Presseinfo Technische Studiengänge

    [PDF - 75,9 kB]

     (URL: http://bmbftest.pt-dlr.de/_media/PI_21-05-2010_MINT_Kolleg_stuetzt_Technische_Studiengaenge.pdf)

  • Infloflyer MINT-Kolleg

    [PDF - 2,15 MB]

     (URL: http://bmbftest.pt-dlr.de/_media/Allgemeiner_Infoflyer_MINT-Kolleg_neu_finale_Version.pdf)


© BMBF 05/23/2016 20:09 - Alle Rechte vorbehalten.