Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sind über 25.000 Studierenden aus über 100 Nationen in 200 Studienfächern eingeschrieben.

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Uni Freiburg

Ausgangslage der Hochschule:

An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sind über 25.000 Studierenden aus über 100 Nationen in 200 Studienfächern eingeschrieben. Sie verkörpert als Volluniversität die Zusammenführung klassischer Fächer aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften und der Medizin mit den Technik- und Umweltwissenschaften. Schwerpunkte sind die Verbindung von Forschung und Lehre sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Studierenden und Forschenden im Sinne des Leitbildes der „Neuen Universitas“.

Zum Einzelvorhaben "Windows for Higher Education – die Lehrentwicklungsstrategie der Universität Freiburg":

Mit ihrer Lehrentwicklungsstrategie „Windows for Higher Education“ ermöglicht die Universität inneruniversitäre Freiräume im Bereich von Studium und Lehre. Sie betont dabei die subsidiäre Aufgabenteilung zwischen zentralen und dezentralen Einheiten: Verantwortlich für die Durchführung und Entwicklung von Studium und Lehre sind die Fakultäten, die dabei durch die Zentrale unterstützt werden.

Die Erweiterung des Instructional Development Award (IDA) zur Schaffung von Freiräumen für fachspezifische Lehrinnovationen mit Transferpotential sowie das University College Freiburg (UCF), dem interdisziplinäre Lehr-Lern-Labor der Universität, haben sich als große Erfolge erwiesen. Der Werkzeugkasten Lehrevaluation sowie das Business-Intelligence-System Lehre (BI-Lehre) haben einen immensen Impuls für die zentrale wie dezentrale Qualitätssicherung in Studium und Lehre gegeben und wurden inzwischen seitens der Universität verstetigt. Durch den Aufbau des Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring werden außerdem Studierende mit besonderen Voraussetzungen oder in speziellen Situationen (z.B. Studieneingangsphase) begleitet. Im Programm English-Medium Instruction (EMI) wurden zahlreiche Dozierende gezielt und intensiv für englischsprachige Lehrveranstaltungen geschult. Mit dem Fonds Money Follows Students wurden kurzfristig zusätzliche Betreuungskapazitäten geschaffen und somit die Überlast durch die doppelten Abiturjahrgänge erfolgreich abgefedert, allerdings verbunden mit sehr hohem administrativem Aufwand.

Die zweite Förderphase des Qualitätspakt Lehre soll insbesondere zur Konsolidierung der bestehenden Maßnahmen genutzt werden. Hierzu sollen einige Maßnahmen weitgehend unverändert fortgeführt werden (z.B. IDA, UCF), während bei anderen Maßnahmen inhaltliche Erweiterungen (z.B. Werkzeugkasten, BI-Lehre, EMI, Mentoring) angezeigt sind. Die Maßnahme Money Follows Students wird dagegen neu justiert, um insbesondere auf die Studienorientierungs- und Studieneingangsphase zu fokussieren.

Zum Verbundvorhaben "Kompetenzorientiert lernen, lehren und prüfen in der Medizin; Teilvorhaben Universität Freiburg":
Ziel des Verbundprojektes ist die medizinische Ausbildung inhaltlich und methodisch an die Kompetenzen der ärztlichen und wissenschaftlichen Praxis auszurichten. So sollen Patientensicherheit, Versorgungsqualität und Wissenschaftlichkeit im Berufsalltag gesichert werden. Orientierung gibt der Nationale Kompetenzorientierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM). Die Implementierung der Kompetenzorientierung in Lernen, Lehren und Prüfen geschieht gemeinsam durch die medizinischen Fakultäten Baden-Württembergs mit begleitender Evaluation der Entwicklungen.
Mit Blick auf die Arztrollen und wichtige ärztliche Kompetenzen wurden unter Führung der Kompetenzzentren und in Abstimmung mit den Studiendekanaten curriculare Veränderungen mit den entwickelten Instrumenten und Konzepten an den Standorten schrittweise pilotiert. Curriculare Kompetenzstränge werden longitudinal aufgebaut und angepasste Prüfungen erprobt. Der Kompetenzerwerb wird durch Reflexion, Feedback und Mentoren begleitet. Die Qualitätssicherung erfolgt u.a. durch Erfassung von Kompetenzprofilen, Progress Test und Dozentenqualifizierungen. Digitale Angebote sollen verstärkt werden.

Ab 2017 wird die Kompetenzorientierung im gesamten Curriculum inklusive Praktischem Jahr sowie in Prüfungen unter Einbezug digitaler Medien verankert. Die Qualitätssicherung steht im Mittelpunkt.

Unter Tübinger Koordination übernehmen die Kompetenzzentren der Lehre in der Medizin folgende Teilprojekte:

  • Evaluation (Freiburg): Kompetenzorientierte Evaluation und Qualitätsmanagement zur Steuerung von Entwicklungsprozessen an den Fakultäten
  • Medizindidaktik (Tübingen): Curriculare Kompetenzprofile (Mapping), Dozentenqualifikation, Lernportfolio-Mentoren-Programm
  • Praktisches Jahr (PJ) (Mannheim): Zertifizierung von PJ-Betreuern, PJ-Logbuch mobil, Informationsplattform für PJ-Studierende
  • Prüfungen (Heidelberg): Studentischer Progresstest, Tablet-Prüfungen, Prüfungsanalyse
  • E-Learning (Ulm): Projekt Content App, PJ Manual mobil, PJ Logbuch mobil