Duale Hochschule Baden-Württemberg

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland und mit rund 28.000 Studierenden die größte Hochschule des Landes.

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DHBW

Ausgangslage der Hochschule:

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule Deutschlands. Gegründet am 1. März 2009 führt sie das seit über 35 Jahren erfolgreiche Konzept der früheren Berufsakademie fort. An ihren acht Standorten bietet die DHBW in Kooperation mit rund 9.000 Unternehmen und sozialen Einrichtungen eine Vielzahl von Studiengängen in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an. Mit rund 34.000 Studierenden ist die DHBW die größte Hochschule des Landes.

Zum Einzelvorhaben "InnoProDual - Innovation der Hochschulgovernance DHBW 2020":

Das enorme Wachstum der DHBW seit der Hochschulwerdung in 2009 bringt eine starke Zunahme der administrativen und akademischen Aufgaben mit sich. Zum Studienjahr 2011/12 stieg die Zahl der Studienanfänger beispielsweise um 30 Prozent und für das kommende Studienjahr wurde ein mindestens ebenso starkes Wachstum prognostiziert. Die bisherigen Strukturen der Hochschule können nicht proportional mitwachsen, sondern müssen effizient angepasst und auf die zukünftigen Aufgaben ausgerichtet werden.

Um zu verhindern, dass die komplexe Struktur der Dualen Hochschule zu einer übermäßigen Belastung für die Lehrenden und somit auch für die Studienqualität wird, plant die DHBW bereits seit längerer Zeit eine Reorganisation der Studienorganisation. Diese soll nun im Rahmen des Qualitätspakts Lehre umgesetzt werden. Das Konzept sieht eine neue Fakultäts- und Studienorganisation vor, die im Kern den Aufbau von Unterorganisationseinheiten, so genannten Studienzentren, innerhalb der mittlerweile sehr großen DHBW-Fakultäten umfasst.

Unter dem Projektnamen „Optimierung des Studiengangsmanagements“  soll auf diese Weise die Service- und Betreuungsqualität für Studierende an der DHBW verbessert werden. Dies soll unter anderem auch durch eine engere Vernetzung von Studienservice und Studienberatung sowie eine verbesserte Personalausstattung erreicht werden.

In einem ersten Schritt werden Stellen für so genannte Studiengangsmanager neu geschaffen. Sie sollen die Studiengangsleitungen von administrativen Aufgaben entlasten und ihnen dadurch Freiräume schaffen, damit sie sich wieder verstärkt ihren Kernaufgaben widmen können. Durch eine Zentralisierung der wichtigsten administrativen Prozesse wird parallel die Effektivität der einzelnen Abläufe erhöht. Zusätzlich werden Mitarbeiter/innen in den Bereichen Lehre, Betreuung und Beratung weiterqualifiziert, um die Servicequalität weiter zu erhöhen. Die Fördermittel kommen somit direkt der Qualität des Studiums und dem Studierendenservice zu Gute.

Zum Verbundvorhaben "optes+ Optimierung der Selbststudiumsphase; Teilvorhaben Duale Hochschule Baden-Württemberg":

Ziel der 1. Förderphase war es, die Fähigkeiten zum Selbststudium, insbesondere in mathematik-affinen Grundlagenfächern, zu verbessern und die Chancen für einen erfolgreichen Studienabschluss zu erhöhen. Die Heterogenität in mathematischem Grundlagenwissen von Studienanfänger/innen sollte ausgeglichen und die Abbruchquote in den MINT-Fächern reduziert werden.

Hierfür wurden webbasierte Materialien und ein skalierbares Betreuungskonzept für einen begleiteten Selbstlernprozess entwickelt..

Maßnahmen der ersten Förderperiode:

  • Entwicklung propädeutischer Lehr- und Übungsangebote
  • Kompetenzmanagement durch ePortfolio-Arbeit
  • Formative und summative Testverfahren
  • Mediengestützte Begleitung der Studierenden und Lehrenden durch eMentoring und eTutoring

Die Maßnahmen in optes wurden in verschiedenen Phasen der Projektlaufzeit konzipiert, entwickelt, pilotiert und ausgerollt. Darüber hinaus fand eine Verstetigung der einzelnen Maßnahmen statt, bei der nicht nur auf eine hochschulinterne Verstetigung der einzelnen Maßnahmen Wert gelegt wurde, sondern auch auf die dauerhafte Implementierung bei den Verbundpartnern.Der Erfolg der Maßnahmen lässt sich durch die projektinterne Evaluation belegen. Zudem zeigt sich der Erfolg der Maßnahmen in der Implementierungsfähigkeit bei den Partnerhochschulen, woraus Synergieeffekte entstanden.

Weitere Planungen für die 2. Förderphase:

  • Weiterführung und dauerhafte Implementierung der bisherigen Maßnahmen
  • Individuelle und studiengangsbezogene Vorbereitung der Studienanfänger/innen auf ein MINT-Studium durch Wissensaufbau in der Studieneingangsphase
  • Unterstützung der angehenden Studierenden durch innovative eLearning-Inhalte
  • Verknüpfung der optes-Angebote mit (fach-)didaktischer Beratung an den Hochschulen, um potenzielle Synergie-Effekte zu erhöhen
  • Fragenpool für formatives und summatives eAssessment Hochschulen bundesweit zur Verfügung stellen
  • Ausbau der eTutoring- und eMentoring-Maßnahmen und Netzwerke