Evaluation des Qualitätspaktes Lehre

Der Qualitätspakt Lehre wird seit 2013 programmbegleitend formativ evaluiert, um etwas über die Wirkung des Förderprogramms auf die teilnehmenden Hochschulen, das Förderumfeld sowie die Studienqualität in Deutschland zu erfahren. So können Effekte des Förderprogramms bewertet und die Entwicklung von Empfehlungen für eine entsprechende Weiterentwicklung ermöglicht werden.
 

Bild zur Evaluation

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Die Evaluation fokussiert dabei insbesondere die folgenden Aspekte:

  • Ausgestaltung des Förderprogramms sowie des Auswahl- und Bewilligungsverfahrens,
  • Profil und Wirkung des Förderprogramms,
  • Grad des Erkenntnistransfers zwischen den einzelnen Hochschulen und in die Hochschullandschaft insgesamt,
  • Einordnung des Förderprogramms in das Förderumfeld,
  • Darstellung der (auch nicht intendierten) Wirkungen des Programms auf die geförderten Hochschulen und die Studienqualität.

Die Evaluation muss insbesondere die strukturelle und inhaltliche Heterogenität der geförderten Projekte, die Komplexität des Förderumfelds sowie die Wechselwirkungen zwischen Programm- und Projektebene beachten.
Sie geht der Frage nach, ob Wechselwirkungen und Anschlussmöglichkeiten zwischen diesem Förderprogramm und anderen relevanten Fördermaßnahmen des Bundes, der Länder und von Stiftungen bestehen. Und sie fragt danach, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um die Ergebnisse des Programms verstetigen und verbreitern zu können.
Ein modellgeleitetes Vorgehen systematisiert, präzisiert und operationalisiert alle Fragestellungen transparent und nachvollziehbar.
Um eine ausgewogene Programmevaluation zu gewährleisten, werden sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsinstrumente eingesetzt. Hierzu zählen neben Dokumentenanalysen auch Online-Befragungen, leitfadengestützte (Telefon-)Interviews mit Verantwortlichen auf Programm- und Projektebene sowie Fallstudien. Für diese Fallstudien wurden 25 Projekte anhand bestimmter Kriterien wie etwa Förderschwerpunkte, regionale Verteilung, Projektstruktur, Hochschultyp und -größe, ausgewählt, um der Heterogenität der geförderten Projekte ausreichend Rechnung zu tragen. Diese Projekte wurden umfassend betrachtet. Hierfür wurden in der Zeit von 2014 bis 2016 an diesen Hochschulen leitfadengestützte Interviews durchgeführt.