Fachspezifische Workshops am 25.06.2015

Workshop 1-1: Ingenieurwissenschaften
Beim genauen Blick auf technische Trendprognosen, auf aktuelle Themen der allgemeinen Hochschuldidaktik sowie die Forschungscommunity der ingenieurwissenschaftlichen Fachdidaktik lassen sich vier Themenkomplexe identifizieren, die für eine zukunftsorientierte Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren relevant sind und im Workshop beleuchtet wurden. Diese sind:
- Globalisierung: Auswirkungen auf geforderte Kompetenzprofile
- Praxisintegration: Auf Wissenschafts- und Industriekarrieren vorbereiten
- Entrepreneurship: Förderung wirtschaftsorientierter Schlüsselkompetenzen
- Learning Analytics: Innovative Methoden zur Lehr- und Lernevaluation
Nach einer kurzen Einführung in die Themengebiete wurde der Workshop in Form eines World Cafés durchgeführt. Ziel war es hierbei, möglichst alle Teilnehmenden zu jedem der Themen in einen Austausch zu bringen.
Leitung: Dr. Katharina Schuster, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Robert Kuska, Ruhr-Universität Bochum; Dominik May und Tobias R. Ortelt, beide Technische Universität Dortmund

 Workshop 1-2: Mathematik und Informatik
In Anlehnung an das Format Akademischer Fachzirkel im Qualitätspakt Lehre-Projekt „teach4TU“ standen in diesem Workshop der Austausch und die Vernetzung von Lehrenden, Expertinnen und Experten sowie Kolleginnen und Kollegen im Mittelpunkt. Im Fokus standen die spezifischen Anforderungen der Lehr- und Lernformen in der Mathematik und Informatik, denn die unterschiedlichen Formate der Lehrveranstaltungen in diesen Fächern, z.B. Vorlesungen, große und kleine Übungen sowie Tutorien, stellen besondere Anforderungen an die gewählten Lehr-/Lernformen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer identifizierten die für die Gruppe interessanten bzw. relevanten Themen und lernten anhand dieser Themen verschiedene aktivierende Methoden (zum Kennenlernen, zur Moderation) kennen. Mit Hilfe geeigneter Methoden (z.B. Kopfstand-Brainstorming, Inneres Team) konnten sich die Kolleginnen und Kollegen bei der Lösungssuche gegenseitig unterstützen und helfen, die Probleme zu strukturieren. Den Abschluss des Workshops bildete das Blitzlicht mit der Frage: "Was bewegt mich nach dem Workshop besonders?"
Leitung: Ute Zaepernick-Rothe, Prof. Dr. Simone Kauffeld, Karsten Nesbor, Karolina Bielak, alle Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig 

Workshop 1-3: Naturwissenschaften, Agrar- und Forstwissenschaften
Als übergeordnete Fragestellungen sollten in diesem Workshop folgende Aspekte in den Blick genommen werden:
- Was erwarten Lehrende der Naturwissenschaften von der Hochschuldidaktik? Welche Unterstützung wünschen sie sich?
- Ist eine fachspezifische Hochschuldidaktik als Weiterentwicklung sinnvoll?
Der Schwerpunkt dieses Workshops lag in einem moderierten Austausch. Dabei wurden die spezifischen Herausforderungen der Lehre in den Naturwissenschaften aufgezeigt und erste Lösungsansätze in Arbeitsgruppen erarbeitet, die anschließend im Plenum diskutiert wurden..
Leitung: Matthias Rubart und Dr. Kerrin Riewerts, Universität Bielefeld

Workshop 1-4: Kunst und Musik
Ziel dieses Workshops war es, unterschiedliche neue Lehr- und Lernformen an Kunst- und Musikhochschulen vorzustellen und davon ausgehend zur Diskussion über innovatives Lehren und Lernen im Bereich Kunst und Musik anzuregen.
Die unterschiedlichen innovativen Lehr-/Lernformate, die aktuell an den Verbundhochschulen des Qualitätspakt Lehre-geförderten Projekts „Kompetenznetzwerk der Musikhochschulen für Qualitätsmanagement und Lehrentwicklung“ entwickelt werden, dienten als Impulsgeber für Diskussionen an den Thementischen. Diese lassen sich folgenden Hauptthemen zuordnen: Interdisziplinarität, Team- bzw. Co-Teaching, Möglichkeiten von E-Learning, Verbindungen zur Berufspraxis sowie Unterstützungsangebote für Studierende zur künstlerischen Persönlichkeitsentwicklung.
Themen aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zu Beginn abgefragt und ebenfalls berücksichtigt.
Leitung: Cédrine Lussac, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, und Dr. Inna Klause, Hochschule für Musik Detmold

Workshop 1-5: Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Der Workshop zeigte die Bandbreite der mit Blended Learning unterstützten Lehr- und Lernformen in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf. Anhand von Kurzvorträgen zu drei Praxisbeispielen aus den verschiedenen Disziplinen wurde eine Annäherung an das Feld geleistet:
- Wirtschaftswissenschaften: Prof. Erwin Amann, Universität Duisburg-Essen
- Sozialwissenschaften: Anna Bella Eschengerd, Fachhochschule Bielefeld
- Rechtswissenschaften: Oliver Kreutz, Georg-August-Universität Göttingen
Die Vorstellung der Praxisbeispiele und die sich daran anschließende Diskussion an World-Café-Tischen widmeten sich der Beantwortung von Leitfragen, die die Erfolgsfaktoren für die optimale Gestaltung des Lernprozesses, die Motivation von Studierenden und die fachlichen Spezifika sowie den Ressourcenaufwand beleuchteten.
Leitung: Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prof. Dr. Erwin Amann und Patrick Hintze, alle Universität Duisburg-Essen

Workshop 1-6: Sprach-, Kultur- und Geisteswissenschaften
Die Lehre in den Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften zeichnet sich durch eine auf die Lektüre, Reflexion und Diskussion bezogene didaktische Tradition aus. Dabei entsteht jedoch häufig eine Diskrepanz zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit: Wird in den Lehrveranstaltungen vornehmlich mündlich kommuniziert, werden Prüfungsleistungen schriftlich erbracht. Auf das Verfassen komplexer akademischer Texte werden Studierende in der Präsenzzeit der Lehrveranstaltungen oftmals wenig vorbereitet. Am Beispiel der Integration schreibdidaktischer Elemente in die Lehre wurde im Workshop thematisiert, wie in text- und schreibintensiven Studienfächern schreibdidaktische Innovationen gelingen können.
Im Anschluss an die Diskussion am Beispiel schreibdidaktischer Elemente wurden weitere Chancen und Herausforderungen für die Implementierung innovativer Lehr-Lernformate diskutiert.
Leitung: Melanie Brinkschulte, Lisa Korn und Matthias Wiemer, alle Georg-August-Universität Göttingen

Workshop 1-7: Medizin und Gesundheitswissenschaften
Das Ziel des Workshops war es, medizin- und gesundheitswissenschaftsspezifische Lehr- und Lernformen interaktiv zu bearbeiten. Auf Basis der Projektexpertisen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden die besonderen Charakteristika und Herausforderungen der medizin- und gesundheitswissenschaftsspezifischen Lehr- und Lernformen gemeinsam erarbeitet.
Am Nachmittag des ersten Tages wurde zu Beginn in der Workshoparbeitsgruppe gesammelt, welche Themen und Herausforderungen zu Lehr- und Lernformen aus Sicht der Teilnehmenden im Bereich von Medizin und Gesundheitswissenschaften von besonderer Relevanz sind. Die Themen und Herausforderungen wurden dann gebündelt und im weiteren Verlauf unter zwei Perspektiven aufbereitet:
1. Abbildung aktueller medizin- und gesundheitswissenschaftsspezifischer Themen und Herausforderungen sowie Bezug zu den vertretenen Qualitätspakt Lehre-Projekten
2. Bezug und Anknüpfungspunkte dieser Workshoparbeitsgruppe mit den Themen der lehr- und lernformatbezogen Workshops des zweiten Tagungstages. Dies schließt die Formulierung spezifischer Fragestellungen ein.
Leitung: Prof. Dr. Harm Peters und Dr. Asja Maaz, beide Charité–Universitätsmedizin Berlin