Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die Goethe-Universität ist eine Volluniversität mit über 47.000 Studierenden, die über ausgewiesene Forschungsschwerpunkte in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wie auch in den Natur- und Lebenswissenschaften verfügt.

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Ausgangslage der Hochschule:

Die Goethe-Universität ist eine Volluniversität mit über 47.000 Studierenden, die über ausgewiesene Forschungsschwerpunkte in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wie auch in den Natur- und Lebenswissenschaften verfügt. Dieses Profil prägt auch ihre Lehre, die sich durch ein breites Fächerspektrum, Interdisziplinarität des Lehrangebots und die Betonung des forschenden Lernens auszeichnet. Sie kooperiert eng mit außeruniversitären Forschungsinstituten, kulturellen Einrichtungen und Unternehmen.

Zum Einzelvorhaben "Starker Start ins Studium":

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Die Goethe‐Universität sieht in einer erfolgreichen Studieneingangsphase die Grundlage für ein selbstbestimmtes, forschungsorientiertes Studium und erreichte dort durch den „Starken Start ins Studium“ eine systematische Verbesserung. Hierzu und um die Professionalisierung der Lehrenden voranzutreiben, hat die GU vier Zentren für Lehre zur Vermittlung von fachlichen und methodischen Grundlagenkompetenzen in den Sozial‐, Geistes‐ und Naturwissenschaften sowie in der Lehrerbildung eingerichtet, die die Ziele des Programms fachnah ausgestalten. Sie werden vom Verbund Di³ unterstützt, der die Querschnittsthemen hochschuldidaktische Qualifizierung, Digitalisierung der Lehre und Diversity Policies vertritt. Neben dem Ausbau der Präsenzlehre und der TutorInnenprogrammen stärkte beispielsweise die Entwicklung neuer Lehr-/Lernformate die Vermittlung von Grundlagenkompetenzen und förderte eine forschungsorientierte Lehre; fachnahe und zielgruppenspezifische Beratungsangebote verbesserten zudem die fachliche Orientierung. In allen Gremien und Arbeitsgruppen des „Starken Starts“ sind Studierende vertreten und wirken aktiv an Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Programms mit.

Nicht zuletzt durch die formative Evaluation wurde gezeigt, dass die Maßnahmen die Programmziele weitgehend erreichen, daher bleiben die Teilziele des Programms, ein erweitertes Lehr- und studienbegleitendes Angebot, professionelle Lehrende, Kommunikationsstrukturen für die Lehre und die qualitätsgesicherte Weiterentwicklung der Lehre weiter bestehen.

Aufbauend auf den Erfahrungen der ersten Förderperiode verfolgt die GU in der zweiten Förderphase vier Handlungsfelder, die das Programm weiterentwickeln:

(1) Ausbau einer heterogenitätsorientierten Lehr‐/Lernkultur durch adaptive Formate´und begleitende Angebote,
(2) forschendes Lernen, besonders in Verbindung mit Service Learning,
(3) partizipatives Peer Teaching und
(4) um Wirksamkeitsmessung und Lehrbegleitforschung erweiterte formative Evaluation.

Zum Verbundvorhaben "Praktische klinische Kompetenz - Netzwerk zur methodisch-didaktischen und curricularen Optimierung des Studiums der Humanmedizin; Teilvorhaben Universität Frankfurt":

Neun Arbeitspakete sind in drei Antragssäulen zu einem Ziel verwoben: die methodisch-didaktische und curriculare Optimierung des Medizinstudiums.

Hierbei leistet jeder der Verbundpartner, Frankfurt, Gießen und Marburg, aufgrund seiner Erfahrung in der Lehre einen spezifischen Beitrag. Für die Projektleitung und Verbundkoordination ist die Goethe-Universität Frankfurt verantwortlich. Im „Maris“, im Dr. Reinfried Pohl-Zentrum für medizinische Lehre in Marburg, das sich dezidiert mit Lehrinnovationen und Lehrforschung beschäftigt, wird das Projekt für den Verbundpartner Marburg koordiniert. Disziplinübergreifend werden alle auch chirurgisch relevanten praktischen Fertigkeiten in Bezug auf ihre Präsenz als Lehrgegenstand analysiert. Die kontinuierliche Erfassung, Bewertung und Bereitstellung von elektronischen Lehrmedien verläuft parallel zur wissenschaftlichen Analyse von Lehrinhalten, -methoden und Prüfungsformen für praktische klinische Fertigkeiten: Studierenden wie Lehrenden werden im Sinne eines „mobile Learning“ E-learning-Ressourcen zugänglich gemacht (erste, „methodische“ Säule).

Aufbauend auf den Lernzielen, die derzeit in den Fachgesellschaften erarbeitet werden, sollen die aktuell vermittelten Lehrinhalte gesichtet und hinsichtlich ihrer inhaltlichen Relevanz und Vollständigkeit geprüft werden. Die Evidenz verschiedener Unterrichtsmethoden zur Vermittlung praktischer klinischer Kompetenz  und ihre Prüfungsmethoden sollen in Marburg und mit den Partnern systematisch empirisch untersucht werden. Parallel dazu werden die chirurgischen Curricula der beteiligten Universitäten als Zeit-Inhalt-Kontinuum erfasst und systematisch untersucht (zweite, „curriculare“ Säule).

An den beteiligten Universitäten werden Qualifizierungsprogramme vorgenommen und damit neue Karrierewege für Ärztinnen/Ärzte aufgezeigt, die sowohl die Lehre im klinischen Alltag optimieren als auch die Attraktivität professioneller Lehre steigern. Die notwendige Lehrkompetenz der jüngeren Ärztinnen/Ärzte wird schließlich in einem Train-the-Teacher-Programm vermittelt und allen 36 deutschen medizinischen Fakultäten angeboten (dritte, „didaktische“ Säule).