Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg besteht seit 20 Jahren und ist in dieser Zeit kontinuierlich gewachsen. Gegenüber rund 6.500 Studierenden im Jahr 2011 sind es im Jahr 2015 über 8.000 Studierende.

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HS Bonn-Rhein-Sieg

Ausgangslage der Hochschule:
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg besteht seit 20 Jahren und ist in dieser Zeit kontinuierlich gewachsen. Gegenüber rund 6.500 Studierenden im Jahr 2011 sind es im Jahr 2015 über 8.000 Studierende in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Angewandte Naturwissenschaften, Journalismus und Sozialversicherung. Eine Herausforderung sieht die Hochschule darin, auch bei steigenden Studierendenzahlen weiterhin exzellente Lehre anbieten zu können.

Zum Einzelvorhaben "Pro-MINT-us - Förderung von MINT-Fächern und Studierfähigkeit in der Studieneinstiegsphase":
Mit dem Projekt Pro-MINT-us fördert die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ihre Studierenden in der Studieneingangsphase in ihrer Fachkompetenz im Bereich der MINT-Fächer sowie in ihren persönlichen Kompetenzen im Bereich der Studierfähigkeit.
Die Projektförderung erfolgt nach drei Grundsätzen:
1. Erstes Studienjahr: Im Projekt werden Studierende in Modulen des ersten und zweiten Semesters gefördert.
2. Projektarbeit: Studienanfänger werden durch projektbasierte Lehre anhand von fachspezifischen Problem- und Aufgabenstellungen an das eigenständige Studieren und wissenschaftliche Arbeiten herangeführt.
3. MINT-Förderung: In der gesamten Hochschule werden MINT-Module im ersten Studienjahr gefördert.

Die Bilanzierung des Projekts, Ergebnisse von Befragungen sowie die Auswertung empirischer Daten sprechen für die Beibehaltung der drei Projektgrundsätze. Aus Erfahrungen und Erkenntnissen werden folgende Anpassungen für die 2. Projektphase abgeleitet:

  • Die Aufspaltung einer Veranstaltung in Leistungsgruppen hat sich nicht bewährt, da es nur schwer gelang, die Studierenden nach ihrem Vorwissen aufzuteilen.
  • Laut Rückmeldung der Studierenden ist eine Unterstützung vorhandener Pflichtveranstaltungen besser als ein Angebot zusätzlicher Maßnahmen.
  • Ein hochschulweites Schulungsangebot für Tutoren soll Zusammenarbeit und Kontakt über Fachbereichsgrenzen ermöglichen.
  • Für Schreibtraining und Schreibberatung wird die Beschränkung auf das erste Studienjahr aufgehoben, um eine nachhaltige Unterstützung der Studierenden zu erreichen.

Die Maßnahmen direkt in der Lehre werden unterstützt durch Förderung des eLearning in der Studieneingangsphase, Förderung hochschuldidaktischer Weiterbildung sowie verstärkte Studienberatung beim Studieneinstieg. Hier sind für die 2. Projektphase geplant:

  • Lehrende sollen verstärkt bei Erstellung von kurzen Videos und Screencasts unterstützt werden.
  • In der hochschuldidaktischen Weiterbildung sollen weitere Lehrende durch neue Angebote angesprochen werden.

Zum Verbundvorhaben "Servicestelle Lehrbeauftragtenpool; Teilprojekt Hochschule Bonn-Rhein-Sieg":
Die Zahl der Studierenden wird in den kommenden Jahren stetig steigen. Allein aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge wird für das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 mit zusätzlichen 60.000 Abiturienten gerechnet.

Auf diese Herausforderung können die Hochschulen des Landes nicht allein adäquat mit Maßnahmen der Gewinnung weiterer Professorinnen und Professoren reagieren, zumal die Vorhersagen davon ausgehen, dass ab dem Jahr 2018 die Zahl der Studienanfänger nicht weiter steigen, eventuell sogar sinken wird.

Um die Qualität der Lehre aufrecht zu erhalten und vor dem Hintergrund, das gerade die Lehre an Fachhochschulen durch ihren intensiven Praxisbezug auf die Mitarbeit von Lehrbeauftragten angewiesen ist, müssen verstärkt Lehrbeauftragte gewonnen und weiter qualifiziert werden.

Das Verbundprojekt „Servicestelle Lehrbeauftragtenpool“ der Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg, Düsseldorf, Niederrhein und Rhein-Waal dient der professionellen Rekrutierung geeigneter Personen, die an den vier Hochschulen nach Bedarf eingesetzt werden können, sodass der Mangel an Lehrenden infolge eines Synergieeffekts ausgeglichen werden kann. Der Aufbau eines gemeinsamen Lehrbeauftragtenpools soll den Verbundhochschulen außerdem einen Mehrwert in der Personalentwicklung geben, da hierdurch eine umfassende und systematische Weiterbildung erst möglich gemacht wird. Für die Lehrbeauftragten, hier insbesondere auch die Frauen, könnte sich das Projekt durchaus zu einem attraktiven Karrierepfad zu einer FH-Professur entwickeln. Geplant ist, eine Datenbank für den Lehrbeauftragtenpool und ein Konzept für den Webauftritt des Verbundprojektes zu entwickeln.