Hochschule Düsseldorf

Die Hochschule Düsseldorf wurde am 1. August 1971 gegründet. Heute ist sie mit rund 8000 Studierenden eine der größten Fachhochschulen Nordrhein-Westfalens.

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HS Düsseldorf

Ausgangslage der Hochschule:
Die Hochschule Düsseldorf zeigte im Jahr 2012 vor dem Hintergrund einer sehr divergenten Studierendenschaft im Kern vier problematische Entwicklungen im Bereich Studium und Lehre auf:
1. geringer Anteil an Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen in der Regelstudienzeit,
2. eine relativ hohe Abbrecherquote,
3. unterdurchschnittlicher Studienerfolg der ausländischen Studierenden,
4. sehr geringer Anteil an Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen.

Zum Einzelvorhaben "Studieneinstieg für heterogene Gruppen erfolgreich planen und nachhaltig sichern":
Um den kritischen Entwicklungen entgegenzuwirken, wurden Maßnahmenpakete konzipiert, die auf den Übergang in die Hochschule sowie auf die Studieneingangsphase fokussieren. Mit dem Paket »Übergänge gestalten« werden die Beratungs- und Betreuungsleistungen ausgebaut. Das Maßnahmenpaket »Qualifizierende Lehrangebote in der Studieneingangsphase« reagiert auf die heterogenen Zugangsvoraussetzungen und differierenden Bildungsniveaus. Komplementiert werden diese Ansätze durch die hochschuldidaktische und interkulturelle »Weiterqualifizierung des Lehr- und Betreuungspersonals«.

Nach dreijähriger Projektlaufzeit zeigte die erneute Analyse, dass einzelne Projektmaßnahmen zur Steigerung der Studierendenzufriedenheit sowie des Studienerfolges beitragen konnten. Insbesondere die Maßnahmen zur Studienorganisation waren in Teilen sehr erfolgreich. Die Maßnahmen zum Ausgleich bestehender Bildungsdefizite zeigten hingegen bisher nur geringe Effekte.

Das Projekt wird in seiner Struktur und Zielsetzung in der 2. Förderphase unverändert fortgeführt. Dabei werden die bisher als erfolgreich bewerteten Maßnahmen zur Verbesserung der Studienorganisation im Wesentlichen konsolidiert, die bisher noch weniger positive Effekte generierenden Maßnahmen zum Ausgleich von Bildungsdefiziten sowie zur Lehrbetreuung hingegen problemzentriert ausgeweitet und ausgebaut.

Zum Verbundvorhaben "Servicestelle Lehrbeauftragtenpool; Teilprojekt Fachhochschule Düsseldorf":
Die Zahl der Studierenden wird in den kommenden Jahren stetig steigen. Allein aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge wird für das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 mit zusätzlichen 60.000 Abiturienten gerechnet.

Auf diese Herausforderung können die Hochschulen des Landes nicht allein adäquat mit Maßnahmen der Gewinnung weiterer Professorinnen und Professoren reagieren, zumal die Vorhersagen davon ausgehen, dass ab dem Jahr 2018 die Zahl der Studienanfänger nicht weiter steigen, eventuell sogar sinken wird.

Um die Qualität der Lehre aufrecht zu erhalten und vor dem Hintergrund, das gerade die Lehre an Fachhochschulen durch ihren intensiven Praxisbezug auf die Mitarbeit von Lehrbeauftragten angewiesen ist, müssen verstärkt Lehrbeauftragte gewonnen und weiter qualifiziert werden.

Das Verbundprojekt „Servicestelle Lehrbeauftragtenpool“ der Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg, Düsseldorf, Niederrhein und Rhein-Waal dient der professionellen Rekrutierung geeigneter Personen, die an den vier Hochschulen nach Bedarf eingesetzt werden können, sodass der Mangel an Lehrenden infolge eines Synergieeffekts ausgeglichen werden kann. Der Aufbau eines gemeinsamen Lehrbeauftragtenpools soll den Verbundhochschulen außerdem einen Mehrwert in der Personalentwicklung geben, da hierdurch eine umfassende und systematische Weiterbildung erst möglich gemacht wird. Für die Lehrbeauftragten, hier insbesondere auch die Frauen, könnte sich das Projekt durchaus zu einem attraktiven Karrierepfad zu einer FH-Professur entwickeln. Geplant ist, eine Datenbank für den Lehrbeauftragtenpool und ein Konzept für den Webauftritt des Verbundprojektes zu entwickeln.