Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Im Jahr 2011 zeichnete sich für die Hochschule München der Trend steigender Studierendenzahlen an Bayerns größter Hochschule für angewandte Wissenschaften ab.

HS für angewandte Wissenschaften München

Ausgangslage der Hochschule:
Im Jahr 2011 zeichnete sich für die Hochschule München der Trend steigender Studierendenzahlen an Bayerns größter Hochschule für angewandte Wissenschaften ab. Da zugleich die Vielfalt der Studierenden hinsichtlich des Bildungszugangs und der sozialen Herkunft zunahm, wurde dies zum Anlass genommen, Maßnahmen im Bereich der Studiengangsgestaltung und Studienorganisation zu ergreifen. Diese Maßnahmen sollten die Abbruchquoten ohne eine Minderung der Leistungsanforderungen senken.

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Hochschule München

Zum Einzelvorhaben "Für die Zukunft gerüstet - ZUG II":
Das Projekt „ Für die Zukunft gerüstet“ zielte auf die

- Entwicklung und Erprobung innovativer Lehrformate und Lehrmethoden
- Verankerung von E-Learning in der Lehre
- Flexibilisierung von Vollzeitstudiengängen und Einrichtung von Teilzeitstudiengängen

Besonders erfolgreich waren die Einführung neuer Lehrformate in der Studieneingangsphase, die Verknüpfung von diagnostischen Tests mit Lehrkonzepten sowie die Einrichtung von Teilzeit-Bachelorstudiengängen. Das E-Learning Center mit einem hochwertigen Support- und Qualifizierungsangebot wurde aufgebaut und in Teilen verstetigt. Die Aktivitäten im Bereich Nachhaltiges Zukunftsmanagement haben dazu beigetragen, dass Nachhaltigkeit als eines von drei Profilmerkmalen der AbsolventInnen festgelegt wurde und fortan fachübergreifend in die Lehre einfließt.

Während das Projekt in den Jahren 2011-2016 durch Vorstudien und Pilotveranstaltungen zur Verbesserung der Lehrqualität und der Studienbedingungen beigetragen hat, sollen durch das Nachfolgeprojekt „ ZUG –Für die Zukunft gerüstet“ hochschulweit neue Lehrkonzepte implementiert werden und Strukturen der langfristigen institutionellen Verankerung entstehen.

Um den Studierenden der Hochschule München hervorragende Studienbedingungen für individuellen Studienerfolg zu bieten, zielt das ZUG-Projekt auf Neuerungen und Qualitätsverbesserungen in fünf zukunftsweisenden Themenfeldern: Praxisbezug, Didaktik, Digitale Diagnostik, Digitale Prüfungen und Studienwege.

Für eine dauerhafte Unterstützung beim Meistern von fakultätsspezifischen und hochschulweiten Herausforderungen in diesen und zukünftigen Themenfeldern der Lehre sollen geeignete Organisationsstrukturen geschaffen werden. Ein wichtiges Element und auch Qualitätskriterium ist die Beteiligung der Studierenden in Form eines partizipativen Verfahrens studentischer Planungszellen.

Zum Verbundvorhaben "Aufbau eines Hochschuldidaktik-Department für die MINT-Fächer (HD MINT); Teilvorhaben Hochschule München":
Das Konzept HD-MINT umfasst eine Verbesserung der Personalausstattung, die Weiterqualifizierung des Personals und Sicherung der Lernprozessqualität. Die Konzentration auf das Verstehen der Studierenden erhöht Attraktivität und Studierbarkeit in MINT-Fächern.

Mit wissenschaftlicher Begleitung und Betreuung durch das DiZ - Zentrum für Hochschuldidaktik, einer gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, werden an den sechs am Projekt beteiligten bayerischen Hochschulen Amberg-Weiden, Augsburg, München, Nürnberg, Rosenheim und Weihenstephan-Triesdorf interdisziplinäre Teams aus MINT-Fachleuten und Pädagogen eingerichtet. Diese unterstützen die Professoren/-innen in den MINT-Fächern dabei, ihre Lehrveranstaltungen entsprechend dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Hochschuldidaktik zu optimieren (z. B. mit lernerzentrierten Lehrkonzepten wie Peer Instruction, Problem Based Learning, Forschendes Lernen u.a.). Damit sollen insbesondere die bisher hohen Abbrecherquoten in diesen Studiengängen vermindert werden.

Begleitend werden für die Projektsteuerung empirische Untersuchungen und Befragungen durch das Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) durchgeführt und ausgewertet.
Interdisziplinäre Teams aus MINT-Fachleuten und Pädagogen entwickeln wissenschaftlich fundiert in Abstimmung mit den beteiligten Professorinnen und Professoren effiziente Konzepte und Lernmaterialien. Diese Lernumgebungen beheben anfängliche Schwierigkeiten und die damit verbundenen Frustrationserlebnisse bei den Studierenden. Spezielle Arbeitsunterlagen für die Studierenden machen in den Anfangssemestern Verständnisschwierigkeiten sichtbar, in Übungsgruppen kann daran weiter gearbeitet werden.

Die Teammitarbeiter können Studierende passend beraten und ihnen helfen, sich Lerntechniken anzueignen. All dies führt dazu, dass die Studierenden Erfolgserlebnisse haben. Die Lernmotivation steigt, ebenso die allgemeine Zufriedenheit der Studierenden. Dies hat positive Auswirkungen auf den weiteren Studienerfolg.