Hochschule Kaiserslautern

Die Hochschule Kaiserslautern mit den Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken ist mit rund 6.000 Studierenden eine der großen Hochschulen in Rheinland-Pfalz und steht für eine über 150-jährige Tradition in der Ingenieurausbildung.

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HS Kaiserslautern

Ausgangslage der Hochschule:
Die Hochschule Kaiserslautern mit den Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken ist mit rund 6.000 Studierenden eine der großen Hochschulen in Rheinland-Pfalz und steht für eine über 150-jährige Tradition in der Ingenieurausbildung. Das Studienangebot umfasst fast 50 Studiengänge (Bachelor-, konsekutive Master- sowie Weiterbildungsstudiengänge) aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Informatik, Medien und Gestaltung in fünf Fachbereichen.

Zum Einzelvorhaben "Förderung individueller Studienwege":
Die Hochschule Kaiserslautern konnte in der ersten Projektphase wichtige Angebote und Maßnahmen zur Unterstützung der Studierenden entlang des Student-Life-Cycles aufbauen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf einer Individualisierung der Studienverläufe unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Voraussetzungen der Studierenden zu Beginn des Studiums. Studienverlaufsberatungen, Tutorien und Förderkurse sowie Maßnahmen für leistungsstarke und motivierte Studierende unterstützen diese auf die Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtete Individualisierung. Die Förderung der Durchlässigkeit der Bildungswege ist ein weiteres Projektziel, das durch die Motivierung von Jugendlichen aus nicht-Akademiker Familien oder mit Migrationshintergrund für ein Studium und durch den Aufbau eines Kooperationsnetzwerks mit regionalen Unternehmen und Bildungsakteuren, aber auch durch ein Arbeitspaket zur Begleitung und Beratung von Studierenden bei einem Studienausstieg, verfolgt wird. Ein neu entwickeltes, umfassendes Angebot der Personalentwicklung, das sich an alle Hochschulangehörigen richtet, die zum Studienerfolg beitragen, sichert die Qualität der Betreuung im Lehrbetrieb.

Maßnahmen zur Unterstützung eines erfolgreichen Studienverlaufs und damit zur Steigerung des Studienerfolges konnten etabliert werden, bisher allerdings vorwiegend in den Bachelor-Präsenzstudiengängen. Das Studienmodell KOSMO der Hochschule und ein regionales Kooperationsnetzwerk an der Schnittstelle zur Wirtschaft unterstützen die Bindung der Absolvierenden sowie der Studienaussteiger an die Region. Die Personalentwicklung mit Beratungsangeboten und hochschulinternen Qualifizierungsmaßnahmen ist etabliert.

Ziel der zweiten Förderphase ist es, das aufgebaute ganzheitliche Förderkonzept für Studierende in allen Phasen ihres Studiums auszubauen und nachhaltig zu implementieren. Die ursprüngliche Zielsetzung des Projektes FIS wird also weiterverfolgt, die Maßnahmen werden angepasst, weitergeführt und ergänzt.

Zum Verbundvorhaben "Open MINT Labs; Teilvorhaben Hochschule Kaiserslautern":
Dank virtueller Labore zu einem besseren Lernerfolg – multimedial und didaktisch aufgearbeitete Materialien sollen die klassische Präsenzlehre unterstützen und das Lernen in MINT-Fächern erleichtern. Bereits in der ersten Förderphase stellte die Synthese aus Vorlesungs- und Laborveranstaltungen vor Ort und den flexiblen E-Learning-Einheiten aus dem Projekt eine Bereicherung der Lehr- wie Lernkultur an den Verbundhochschulen dar.

Weiterhin wird im Verbundprojekt Open MINT Labs (OML) das Ziel verfolgt, den Lehr- und Laborbetrieb zu unterstützen. Auch während der zweiten Förderphase liegt der Schwerpunkt daher auf der Entwicklung und Evaluation von Blended-Learning-Lab-Konzepten in den natur- und ingenieurwissenschaftlich-technischen Studiengängen. Zusätzlich zu den Grundlagenlaboren soll – ermutigt durch die positive Studierendenresonanz – nun die Umsetzung von virtuellen Fortgeschrittenenlaboren zur Vor- und Nachbereitung der Laborversuche in den Blick genommen werden.

In enger Zusammenarbeit mit den Dozentinnen und Dozenten werden Präsenzveranstaltungen um onlinegestützte Lernangebote angereichert. Die virtuellen Labore führen zu einer deutlichen Steigerung bezüglich der Effizienz der Laborbetreuung, was nachhaltig die Attraktivität der MINT-Studiengänge und den Studienerfolg erhöht. Den Studierenden werden interaktive Lernumgebungen zur Verfügung gestellt, die ihnen, neben den theoretischen Grundlagen und dem Transparentmachen des Laborversuchs, die Relevanz des Lerninhaltes anhand von Anwendungen aus Alltag-, Industrie oder Forschung aufzeigen. Angestrebt wird u.a. die Stärkung der Selbstlernkompetenz der Studierenden bei gleichzeitiger Begleitung des Lernprozesses. Aufgrund der Orts- und Zeitunabhängigkeit der virtuellen Angebotsform kann einer besseren Vereinbarkeit von Studium, Familie und Beruf Rechnung getragen werden.

Das Vorhaben der Hochschule Kaiserslautern ist Teilprojekt des Verbundprojekts Open MINT Labs gemeinsam mit den Hochschulen Koblenz und Trier.