Hochschule Magdeburg-Stendal

An der Hochschule Magdeburg-Stendal studierten 2010 mehr als 4.300 Studierende in Magdeburg und etwa 2.100 Studierende in Stendal, verteilt auf sieben Fachbereiche und knapp 50 Studiengänge.

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HS Magdeburg-Stendal

Ausgangslage der Hochschule:

An der Hochschule Magdeburg-Stendal studierten 2010 mehr als 4.300 Studierende in Magdeburg und etwa 2.100 Studierende in Stendal, verteilt auf sieben Fachbereiche und knapp 50 Studiengänge. Die Schwerpunkte des Studienangebots liegen in den angewandten Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Zu Projektbeginn 2011/12 gab es Herausforderungen bezüglich Lehrqualität, Lehrüberlast und Praxisrelevanz des Studiums sowie Anforderungen durch eine heterogener werdende Studierendenschaft.

Zum Einzelvorhaben "Qualitätssteigerung im Spannungsfeld von didaktischer Kompetenz und Modularisierung als Folge des Bologna-Prozesses":

Ziel des Projekts ist die Entwicklung der Lehr- und Studienqualität im Rahmen der Bologna-Studienstrukturen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Im Rahmen des Projekts wurde das Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung eingerichtet, das die Maßnahmen der Beratung, Weiterbildung und der Entwicklung von Anreizstrukturen im zentralen Handlungsfeld „Hochschuldidaktische Weiterbildung“ verantwortet und für die weiteren Handlungsfelder - „Qualitätsmanagementsystem in Studium und Lehre“ und „Implementierung von Anforderungen aus der regionalen beruflichen Praxis“ - mit der Hochschulleitung, dem Akademischen Controlling und den Fachbereichen kooperiert.

Das Handlungsfeld „Hochschuldidaktische Weiterbildung“ konnte erfolgreich implementiert werden. Aufgrund der Evaluation der Projektmaßnahmen und -struktur wird die zweite Projektphase stärker auf die „Entwicklung von Studiengangsstrukturen“ unter dem Gesichtspunkt der Kompetenzentwicklung der Studierenden fokussiert.

Die Handlungsfelder „Qualitätsmanagement in Studium und Lehre“ und „Anforderungen aus der beruflichen Praxis“ werden in Kooperation mit Projekten in den Fachbereichen, die im Laufe der ersten Förderphase entstanden sind und für die 2. Förderphase als Teilprojekte definiert wurden, weiter entwickelt. Ergänzt werden sie durch zentrale Maßnahmen, beispielsweise den Aufbau eines zentralen Tutorienpools mit begleitender hochschuldidaktischer Qualifizierung oder die Entwicklung von Qualitätszirkeln in den Studiengängen, die datengestützt arbeiten sollen. Damit die dezentrale Projektarbeit an ausgewählten Fachbereichen gelingt, wurde die Projektstruktur bereits in der 1. Förderphase strukturell um eine Lenkungsgruppe und einen wissenschaftlichen Beirat erweitert und die Arbeitsprozesse in den Teilprojekten werden zukünftig stärker an Projektstrukturen orientiert ausgerichtet. Auch das zentrale „Qualitätsmanagement in Studium und Lehre“ soll begleitend weiterentwickelt werden.

Zum Verbundvorhaben "Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre - Kompetenz- und Wissensmanagement für Hochschulbildung im demografischen Wandel; Teilvorhaben Hochschule Magdeburg-Stendal":

In der 1. Förderperiode wurden im Verbund Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen etabliert, Bestandsaufnahmen der Partner zusammengeführt und erste hochschulübergreifende Projekte realisiert.

Das Teilziel der Hochschule Magdeburg-Stendal lag im Aufbau eines die Lehre unterstützenden Wissensmanagements mit der Konzeption adäquater Instrumente zur Wissensdokumentation und -verteilung – hochschulintern und im Verbund. Lokales und überlokales Hochschulwissen für Lehrende und Serviceeinrichtungen sollte effizient erfasst und organisiert werden. Verzahnt wurde das Wissensmanagement mit Verfahren der Qualitätssicherung zur Etablierung einer kompetenzorientierten Lehre, die studentische Heterogenität nicht nur in einzelnen Lehrveranstaltungen, sondern auch strukturell in den Prozessen der Hochschule berücksichtigt.

Es wurden Strategien des hochschulinternen Wissensmanagements entwickelt und Instrumente zu Dokumentation, Aufbereitung und Transfer lokaler Wissensbestände sowie zur Generierung neuer, auch überlokaler Wissensgehalte erprobt. Die Verknüpfung von Wissensmanagement und Qualitätssicherung in Studium und Lehre erwies sich insbesondere im Zuge der Reorganisation der Lehrevaluation an der Hochschule Magdeburg-Stendal als sehr sinnvoll.

Systematisierung und thematische Fokussierung sowie die Übertragung der entwickelten Lösungen von Hochschule zu Hochschule prägen die 2. Förderperiode im Verbundprojekt.

Im Teilvorhaben der Hochschule Magdeburg-Stendal treten neben die Weiterentwicklung des Wissensmanagements neue Aktivitäten im Qualitätsmanagement in Studium und Lehre.. Geprüft wird, wie Verfahren und Ergebnisse der kompetenzorientierten Lehrveranstaltungsevaluation in ein hochschuleigenes Qualitätsmanagementkonzept eingehen können. Zudem wird eruiert, inwieweit die Einführung eines Orientierungssemesters im MINT-Bereich realisierbar ist und sich positiv auf Studienentscheidung und -erfolg einer heterogenen Studierendenschaft auswirkt.