Hochschule Niederrhein

Die Hochschule Niederrhein ist mit 14.500 Studierenden die viertgrößte Fachhochschule in Deutschland. Das vielfältige Studienangebot an den Standorten Krefeld und Mönchengladbach zieht hauptsächlich Studierende aus der Region an.

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HS Niederrhein

Ausgangslage der Hochschule:
Die Hochschule Niederrhein ist mit 14.500 Studierenden die viertgrößte Fachhochschule in Deutschland. Das vielfältige Studienangebot an den Standorten Krefeld und Mönchengladbach zieht hauptsächlich Studierende aus der Region an. Deren Heterogenität spiegelt sich im Studienerfolg wider: Eine Gruppe studiert scheinbar ohne Probleme, während eine zweite Gruppe Schwierigkeiten hat, besonders zu Beginn des Studiums erfolgreich zu starten.

Zum Einzelvorhaben "Peer Tutoring und Studienverlaufsberatung: Grenzen überwinden und individualisiert zum Studienerfolg gelangen":
Das übergeordnete Ziel des Projektes ist, dass alle Studierenden eigenverantwortlich, selbstorganisiert und kooperativ lernen und studieren. Die Projektmaßnahmen Studienverlaufsberatung in allen Fachbereichen sowie Ausbau der Tutorien, Repetitorien und der Tutorenqualifizierung sollen Studierende hinsichtlich ihrer individuellen Studierstrategien unterstützen.
Das Augenmerk wird gezielt auf leistungsschwächere Studierende und Studierende mit abweichenden Bildungsverläufen gerichtet: Ihnen soll über ein Studium mit individueller Geschwindigkeit ein erfolgreicher Studienabschluss ermöglicht werden.  Potentielle Studienabbrecher sollen früher identifiziert und beraten werden.

Mit dem Ausbau eines Beratungs‐ und Betreuungsnetzes während der ersten Förderphase wurden bessere Studien‐ und Prüfungserfolge erzielt. Gleichzeitig veränderte sich die Lehr‐ und Lernkultur der Hochschule; sie ist deutlich kooperativer geworden. Die Projektangebote werden sehr gut in Anspruch genommen und die Zufriedenheit der Studierenden ist mit allen Maßnahmen hoch.
Der starke Aufwuchs an Studierenden mit der damit verbundenen Erschließung neuer Studierendengruppen hat jedoch zusätzliche Bedarfe entstehen lassen.

Auf Basis der Projekterfahrung wurden die Ziele weiterentwickelt und betreffen nun stärker den Bereich Lehre und Hochschulkultur. Daher sollen auch die bisherigen Maßnahmen angepasst werden. Die Studienverlaufsberatung wird bedarfsorientiert und fachbereichsspezifisch ausgebaut, so dass mehr Studierende mit Unterstützungsbedarf sie nutzen. In den Ingenieurfachbereichen wird die Studieneingangsphase als für den Studienerfolg kritische Phase in den Blick genommen und in Fachbereichsforen bearbeitet. Die Tutorenqualifizierung wird für weitere Zielgruppen wie Peer‐Berater/innen und Labor‐Tutorinnen und ‐Tutoren ausgebaut. Der Erfolg der Maßnahmen wird durch ein Qualitätsmanagementsystem wissenschaftlich ausgewertet. Ein entsprechendes Konzept wird mit dem Datenschutzbeauftragten erarbeitet.

Zum Verbundvorhaben "Servicestelle Lehrbeauftragtenpool; Teilprojekt Hochschule Niederrhein":
Die Zahl der Studierenden wird in den kommenden Jahren stetig steigen. Allein aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge wird für das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 mit zusätzlichen 60.000 Abiturienten gerechnet.

Auf diese Herausforderung können die Hochschulen des Landes nicht allein adäquat mit Maßnahmen der Gewinnung weiterer Professorinnen und Professoren reagieren, zumal die Vorhersagen davon ausgehen, dass ab dem Jahr 2018 die Zahl der Studienanfänger nicht weiter steigen, eventuell sogar sinken wird.

Um die Qualität der Lehre aufrecht zu erhalten und vor dem Hintergrund, dass gerade die Lehre an Fachhochschulen durch ihren intensiven Praxisbezug auf die Mitarbeit von Lehrbeauftragten angewiesen ist, müssen verstärkt Lehrbeauftragte gewonnen und weiter qualifiziert werden.

Das Verbundprojekt „Servicestelle Lehrbeauftragtenpool“ der Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg, Düsseldorf, Niederrhein und Rhein-Waal dient der professionellen Rekrutierung geeigneter Personen, die an den vier Hochschulen nach Bedarf eingesetzt werden können, sodass der Mangel an Lehrenden infolge eines Synergieeffekts ausgeglichen werden kann. Der Aufbau eines gemeinsamen Lehrbeauftragtenpools soll den Verbundhochschulen außerdem einen Mehrwert in der Personalentwicklung geben, da hierdurch eine umfassende und systematische Weiterbildung erst möglich gemacht wird. Für die Lehrbeauftragten, hier insbesondere auch die Frauen, könnte sich das Projekt durchaus zu einem attraktiven Karrierepfad zu einer FH-Professur entwickeln. Geplant ist, eine Datenbank für den Lehrbeauftragtenpool und ein Konzept für den Webauftritt des Verbundprojektes zu entwickeln.