Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Volluniversität mit 33.000 Studierenden ist die Bologna-Reform neben der Einrichtung modularisierter Studiengänge mit besonderen Herausforderungen verbunden.

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Ausgangslage der Hochschule:

Für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Volluniversität mit 33.000 Studierenden ist die Bologna-Reform neben der Einrichtung modularisierter Studiengänge mit besonderen Herausforderungen verbunden: Die Kompetenzorientierung verlangt adäquate Lehr- und Prüfungsformate; Modularisierung und studienbegleitende Prüfungen stellen erhebliche Anforderungen an die Studienorganisation. Schließlich wächst durch eine  zunehmend heterogene Studierendenschaft der Orientierungs- und Beratungsbedarf.

Zum Einzelvorhaben "Lehren, Organisieren, Beraten: Gelingensbedingungen von Bologna (LOB)":

In der ersten Förderphase wurden entsprechend dieser Herausforderungen drei Handlungsfelder definiert: Lehre, Organisation und Beratung. Durch eine Professionalisierung dieser Bereiche auf inhaltlicher, struktureller und personeller Ebene sollen Studienbedingungen geschaffen werden, die ein erfolgreiches Studium im Sinne von Kompetenzerwerb, Persönlichkeitsentwicklung und dem Erreichen formaler Qualifikationen ermöglichen.

Ergebnisse der ersten Förderperiode zeigen, dass die ergriffenen Maßnahmen bereits zu einer signifikanten Verbesserung der Studienbedingungen geführt haben: Im Handlungsfeld Lehre erwies sich der Ansatz des Kollegialen Coachings sowie die Maßnahmen der Prüfungswerkstatt vor allem unter dem Aspekt der Kompetenzorientierung als sehr erfolgreich. In der Studien- und Lehrorganisation konnten strukturelle und prozessuale Verbesserungen dauerhaft verankert werden. Speziell im Bereich der Auslandsmobilität wurden neue Angebote sowohl für Incomings als auch für Outgoings etabliert. Im Aufgabenfeld Beratung wurden schwerpunktmäßig fächerspezifische Beratungs- und Peer-Angebote für die Studieneingangsphase entwickelt und von den Studierenden sehr positiv bewertet.

In einer zweiten Förderphase soll die eingeleitete Professionalisierung in den drei Handlungsfeldern konsequent fortgesetzt und ausgeweitet werden. Hierbei wird in der Beratung ein Fokus auf dem Übergang vom ersten zum zweiten Studienjahr sowie der Studienendphase liegen. Daneben stehen der Aufbau eines dezentralen Studienmonitorings sowie die Internationalisierung des Studiums im Zentrum der Entwicklung. Das Kollegiale Coaching wird fortgeführt und stärker an die unterschiedlichen Bedarfe der Fächer angepasst. Schwerpunkt der Maßnahmen zur Prüfungskompetenz ist die Etablierung einer Feedback-Kultur. Mit Blick auf die angestrebte Nachhaltigkeit sollen gezielt universitätsweite Standards und Strukturen geschaffen sowie das Personal durch Fort- und Weiterbildungsprogramme professionalisiert werden.