Justus-Liebig-Universität Gießen

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine zukunftsorientierte Hochschule, die mit Stolz auf ihre 400-jährige Geschichte zurückblickt.

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Uni Gießen

Ausgangslage der Hochschule:
Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine zukunftsorientierte Hochschule, die mit Stolz auf ihre 400-jährige Geschichte zurückblickt. Mit über 28.000 Studierenden bietet sie ein breites und einzigartiges Fächerspektrum, das sich von den Rechts- und Wirtschafts- über die Sozial- und Geisteswissenschaften bis hin zu den Naturwissenschaften und der Human- und Veterinärmedizin erstreckt. Hierbei überzeugt die JLU durch exzellente Forschung, hervorragende Lehre und internationale Strahlkraft.

Zum Einzelvorhaben "Einstieg mit Erfolg 2020: Gezielte Beratung – Individuelle Betreuung – Integrierte Lehre":

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Um einen optimalen Studieneinstieg als zentrale Weichenstellung für den Studienerfolg sicherzustellen, wurden in der ersten Förderphase bis 2016 die folgenden Maßnahmen umgesetzt:

  1. 1. Optimierte Orientierung zur Studienwahl
    Ausbau der gezielten Beratung in der Studieneingangsphase mit Hilfe des Webportals Ask Justus und Möglichkeiten des Self-Assessments

2. Ausbau der Study-Skills der Studierenden
Verbesserung der Studienkompetenzen und Studierfähigkeit durch differenzierte Study-Skills-Module und Tutorien sowie durch Studien-Coaching und Stärken-Schwächen-Analyse mit Orientierung zur Auswahl von Förderangeboten

3. Einrichtung eines Schreibzentrums
Einrichtung einer Schreibberatung, Erweiterung der Angebote von Schreibkursen, Qualifizierung von Schreibtutor/innen sowie hochschuldidaktische Qualifizierung für eine schreibintensivere Lehre in allen Disziplinen

4. Qualitätssicherung in der Lehre
Förderung der disziplinenspezifischen Entwicklung von innovativen Lehrangeboten (Innovationswerkstatt), der Durchführung von Qualifikationsmaßnahmen sowie Einrichtung eines Lehrqualitätssicherungssystems

5. Ausbau von E-Learning-Angeboten
Ausbau und Entwicklung von E-Learning-Angeboten und Unterstützung bei der Ausgestaltung des Webportals Ask Justus sowie in Projekten der Innovationswerkstatt

Damit sich die erzielten Ergebnisse synergetisch ergänzen, werden sie in der zweiten Förderphase systematisch miteinander verzahnt. Dabei werden bewährte additive Angebote durch eine hochschuldidaktisch begleitete Studiengangsweiterentwicklung in die Curricula integriert. Das hochschuldidaktische Kompetenzzentrum und das Schreibzentrum werden dabei zusammen mit der Professur für Hochschuldidaktik und Evaluation als Motor für die Studiengangsweiterentwicklung und deren Qualitätssicherung dienen. Ergänzend wird das E-Learning-Angebot ausgebaut. Durch die Integration der bewährten Entwicklungen in die Studiengänge wird deren Nachhaltigkeit gesichert.

Zum Verbundvorhaben "Praktische klinische Kompetenz - Netzwerk zur methodisch-didaktischen und curricularen Optimierung des Studiums der Humanmedizin; Teilvorhaben Universität Gießen":
Neun Arbeitspakete sind in drei Antragssäulen zu einem Ziel verwoben: die methodisch-didaktische und curriculare Optimierung des Medizinstudiums.
Hierbei leistet jeder der Verbundpartner aufgrund seiner Erfahrung in der Lehre einen spezifischen Beitrag. Im „Maris“, im Dr. Reinfried Pohl-Zentrum für medizinische Lehre in Marburg, das sich dezidiert mit Lehrinnovationen und Lehrforschung beschäftigt, wird das Projekt koordiniert. Disziplinübergreifend werden alle auch chirurgisch relevanten praktischen Fertigkeiten in Bezug auf ihre Präsenz als Lehrgegenstand analysiert. Die kontinuierliche Erfassung, Bewertung und Bereitstellung von elektronischen Lehrmedien verläuft parallel zur wissenschaftlichen Analyse von Lehrinhalten, -methoden und Prüfungsformen für praktische klinische Fertigkeiten: Studierenden wie Lehrenden werden im Sinne eines „mobile Learning“ E-learning-Ressourcen zugänglich gemacht (erste, „methodische“ Säule).

Aufbauend auf den Lernzielen, die derzeit in den Fachgesellschaften erarbeitet werden, sollen die aktuell vermittelten Lehrinhalte gesichtet und hinsichtlich ihrer inhaltlichen Relevanz und Vollständigkeit geprüft werden. Die Evidenz verschiedener Unterrichtsmethoden zur Vermittlung praktischer klinischer Kompetenz  und ihre Prüfungsmethoden sollen in Marburg und mit den Partnern systematisch empirisch untersucht werden. Parallel dazu werden die chirurgischen Curricula der beteiligten Universitäten als Zeit-Inhalt-Kontinuum erfasst und systematisch untersucht (zweite, „curriculare“ Säule).

An den beteiligten Universitäten werden Qualifizierungsprogramme vorgenommen und damit neue Karrierewege für Ärztinnen/Ärzte aufgezeigt, die sowohl die Lehre im klinischen Alltag optimieren als auch die Attraktivität professioneller Lehre steigern. Die notwendige Lehrkompetenz der jüngeren Ärztinnen/Ärzte wird schließlich in einem Train-the-Teacher-Programm vermittelt und allen 36 deutschen medizinischen Fakultäten angeboten (dritte, „didaktische“ Säule).