Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) angebotene Fächerportfolio umfasst 90 moderne Studiengänge in den Bereichen Ingenieurs-, Wirtschafts-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Informatik an elf Fakultäten.

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Ausgangslage der Hochschule:
Das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) angebotene Fächerportfolio umfasst 90 moderne Studiengänge in den Bereichen Ingenieurs-, Wirtschafts-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Informatik an elf Fakultäten. Die Kernkompetenz liegt im Bereich der MINT-Fächer. Als größte deutsche Wissenschaftseinrichtung bietet das KIT seinen 25.000 Studierenden (WS 2015/2016) in Deutschland einzigartige Rahmenbedingungen für ein forschungsorientiertes Studium.

Zum Einzelvorhaben "KIT-LehreForschung-PLUS":
Das Vorhaben „KIT-LehreForschung“ zielt auf eine nachhaltige Verbesserung der Lern- und Studienbedingungen am KIT durch forschungsorientierte Projekte und Praktika unter Berücksichtigung des Grundsatzes „Lehre folgt Forschung“ sowie der fachlichen Spezifika. Hinzu kommt die kontinuierliche Steigerung der Qualität der Lehre. Dies wird strategisch umgesetzt, indem einerseits alle Studierenden bereits in einer frühen Phase des Studiums in Forschungsprojekte einbezogen werden und andererseits die zentralen Angebote zur Weiterqualifizierung bzw. Qualifizierung des Lehrpersonals ausgebaut werden. 
„KIT-LehreForschung“ hat maßgeblichen  Einfluss auf die Entwicklung des KIT-Leitbildes für Lehre und Studium. Die unmittelbar aus dem Vorhaben entstandenen Lehr-/Lernformate erreichen bei den Studierenden eine hohe Akzeptanz, sie setzen die am KIT gesetzten Lehrqualitätsstandards in vollstem Umfang um und wurden in einzelnen Studiengängen bereits fest integriert.

Die erfolgreichen Veranstaltungsformate werden in der zweiten Förderphase „KIT-LehreForschung-PLUS“ weiterentwickelt und flächendeckend integriert. Lehrende, Studierende und Dienstleitungseinheiten werden sich hierzu künftig in einem  Metaforum zu forschungsorientierter Lehre austauschen und konstruktive Synergieeffekte erzeugen. Parallel hierzu wird in Form von Workshops, die von der hochschuldidaktischen Arbeitsstelle zusammen mit den KIT-Fakultäten durchgeführt werden,  gezielt die Weiterentwicklung der Studiengänge angestoßen.

Die vielversprechenden Maßnahmen umfassen bspw. die Einführung eines StudentInnovationLab (SIL) der KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, das Studierende über Projekte an die für das Fach wesentlichen Innovationsaspekte heranführt oder auch das neue Angebot  „LernenCoaching“ im Bachelorstudiengang Geodäsie und Geoinformatik, das die Studierenden bereits in der Anfangsphase ihres Studiums gezielt unterstützt und begleitet, unter anderem mit Workshops, Blended-Learning-Angeboten und Berufsbildvorträgen.

Zum Verbundvorhaben "MINT-Kolleg Baden-Württemberg: Teilvorhaben KIT":
Das MINT-Kolleg Baden-Württemberg wurde von der Universität Stuttgart und dem Karlsruher Institut für Technologie gegründet, um den Übergang von der Schule in ein MINT-Studium zu erleichtern sowie den Studienerfolg in der Studieneingangsphase zu verbessern.

Das MINT-Kolleg hat einen umfangreichen Maßnahmenkatalog entwickelt:

  • Studienvorbereitende Maßnahmen (Beratung, Propädeutika, Kurse für Studieninteressierte, Vorkurse).
  • Studienbegleitende Kurse zur Förderung des Kompetenz- und Wissenserwerbs der Studierenden in den ersten Semestern (Semesterkurse, Prüfungsvorbereitungs- und Aufbaukurse).
  • Studienvorbereitende und -begleitende E-Learning-Maßnahmen.

Die stetige Teilnehmerzunahme und Umfrageergebnisse zeigen, dass die Maßnahmen die Zielgruppen erreichen und erfolgreich in das Fachstudium integriert werden konnten. Klausur- und Testergebnisse sowie Befragungen haben zudem ergeben, dass die Maßnahmen des MINT-Kollegs zu einem erhöhten Kompetenzerwerb und zu einem verbesserten Leistungsniveau führen. Rund 95% der Studierenden zeigten sich in Evaluationen im Hinblick auf das Erreichen der Lernziele (sehr) zufrieden mit den MINT-Kursen.

Die wachsende Heterogenität im Leistungsstand der StudienanfängerInnen sowie die unterschiedlichen Leistungsanforderungen in den Studiengängen erfordern den Einsatz innovativer Lehr- und Lernmethoden. Das MINT-Kolleg wird daher die laufenden Maßnahmen im Austausch mit den Fachbereichen fortführen, weiterentwickeln und um neue Formate erweitern. Derzeit wird der Einsatz eines Helpdesks bzw. eines offenen Lernraums erprobt. Hier erhalten Studierende aller Leistungsklassen bei punktuellen Problemen eine schnelle und zielgerichtete Beratung. Auch im Bereich E-Learning werden die bestehenden Materialien erweitert. Ein modifizierter Online-Test soll Studienbewerbern eine vertiefte studiengangspezifische Entscheidungsgrundlage bieten.