Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Die Hochschule Amberg-Weiden ist in vier Fakultäten gegliedert: Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau / Umwelttechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Betriebswirtschaft.

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HS Amberg-Weiden

Ausgangslage der Hochschule:
Die Hochschule Amberg-Weiden ist in vier Fakultäten gegliedert: Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau/Umwelttechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Betriebswirtschaft. Von 18 Studiengängen ist ein Großteil dem MINT-Bereich zuzuordnen. Profilbildend sind hier einzigartige Studieninhalte wie im Bereich der Erneuerbaren Energien, in der Medizintechnik und im Patentingenieurwesen. Aktuell sind an der Hochschule 3.000 Studierende, davon 2.033 in MINT-Studiengängen, eingeschrieben.

Zum Einzelvorhaben "Coaching@ HAW: Verbesserung der Studienbedingungen an der Hochschule Amberg-Weiden":
Im Rahmen des Projektes der Hochschule Amberg-Weiden „Coaching@HAW“ wurden die folgenden Ziele in der Antragsstellung definiert:

  • Ausbau der Befähigung der Studierenden zum und im Studium
  • Ausbau der praxisorientierten Ausbildung
  • Reduzierung der Abbrecherquoten
  • Verkürzung der durchschnittlichen Studiendauer
  • weitere Verbesserung der Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt

Zur Umsetzung dieser Zielsetzungen an der HAW wurden vier relevante Phasen des studentischen Lebenslaufes definiert:

  1. die richtige Studienwahl,
  2. die Unterstützung beim Studienbeginn,
  3. der Weg durch das Studium und
  4. die folgende Hilfe für den Berufseinstieg.

Hierfür wurden Maßnahmen festgelegt, die darauf abzielen, Studienbewerber/-innen, Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen von der Studienwahl bis zum Übergang in den Beruf durch die Hochschule Amberg-Weiden gezielt zu unterstützen.

Die genehmigten Fördermittel werden im Projektzeitraum 2012 – 2016 für Personal- und Sachausgaben verwendet. Im Bereich Personal sind etwa zusätzliche Lehrkräfte in Grundlagenfächern wie Mathematik, Physik oder Sprachen bis hin zum Ausbau der Tutorien, der Propädeutika und des Qualitätsmanagements vorgesehen. Die Sachmittel sollen etwa in die EDV-Ausstattung, in Schulungsunterlagen, in studienbegleitende Kursprogramme oder in Veranstaltungen für Studieninteressierte und Studierende fließen.

Die Nachhaltigkeit des Projektes sichert die HAW durch verschiedene Ansätze: Zum einen setzt sie das Maßnahmenpaket auf bereits vorhandenen erfolgreichen Projekten auf und baut diese weiter aus. Zum anderen werden aufgrund der definierten Maßnahmen und Umsetzungsziele verschiedenste Personengruppen und Funktionen einbezogen, und es erfolgt über die Beauftragten ein zentrale Koordination; hierdurch werden Synergien geschaffen und die Ziele unter Vernetzung aller beteiligten Stellen erreicht.

Zum Verbundvorhaben "Aufbau eines Hochschuldidaktik-Departments für die MINT-Fächer (HD MINT); Teilvorhaben Hochschule Amberg-Weiden":
Das Konzept HD-MINT umfasst eine Verbesserung der Personalausstattung, die Weiterqualifizierung des Personals und Sicherung der Lernprozessqualität. Die Konzentration auf das Verstehen der Studierenden erhöht Attraktivität und Studierbarkeit in MINT-Fächern.

Mit wissenschaftlicher Begleitung und Betreuung durch das DiZ - Zentrum für Hochschuldidaktik, einer gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, werden an den sechs am Projekt beteiligten bayerischen Hochschulen Amberg-Weiden, Augsburg, München, Nürnberg, Rosenheim und Weihenstephan-Triesdorf interdisziplinäre Teams aus MINT-Fachleuten und Pädagogen eingerichtet. Diese unterstützen die ProfessorInnen in den MINT-Fächern dabei, ihre Lehrveranstaltungen entsprechend dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Hochschuldidaktik zu optimieren (z.B. mit lernerzentrierten Lehrkonzepten wie Peer Instruction, Problem Based Learning, Forschendes Lernen u.a.). Damit sollen insbesondere die bisher hohen Abbrecherquoten in diesen Studiengängen vermindert werden. Begleitend werden für die Projektsteuerung empirische Untersuchungen und Befragungen durch das Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) durchgeführt und ausgewertet.

Interdisziplinäre Teams aus MINT-Fachleuten und Pädagogen entwickeln wissenschaftlich fundiert in Abstimmung mit den beteiligten Professoren effiziente Konzepte und Lernmaterialien. Diese Lernumgebungen beheben anfängliche Schwierigkeiten und die damit verbundenen Frustrationserlebnisse bei den Studierenden. Spezielle Arbeitsunterlagen für die Studierenden machen in den Anfangssemestern Verständnisschwierigkeiten sichtbar, in Übungsgruppen kann daran weiter gearbeitet werden. Die Teammitarbeiter können Studierende passend beraten und ihnen helfen, sich Lerntechniken anzueignen.

All dies führt dazu, dass die Studierenden Erfolgserlebnisse haben. Die Lernmotivation steigt, ebenso die allgemeine Zufriedenheit der Studierenden. Dies hat positive Auswirkungen auf den weiteren Studienerfolg.