Philipps-Universität Marburg

Die Philipps-Universität Marburg – mit über 21.000 Studierenden im WS 2010/11 die drittgrößte Hochschule Hessens – ist eine klassische Volluniversität und in den letzten Jahren stetig angewachsen.

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Ausgangslage der Hochschule:

Die Philipps-Universität Marburg – mit über 21.000 Studierenden im WS 2010/11 die drittgrößte Hochschule Hessens – ist eine klassische Volluniversität und in den letzten Jahren stetig angewachsen. 16 Fachbereiche und 13 interdisziplinäre wissenschaftliche Zentren bieten ein breites Fächerspektrum von den Rechtswissenschaften, der ev. Theologie und der Medizin bis zu den Naturwissenschaften, der Mathematik, Informatik sowie den großen und kleinen Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Zum Einzelvorhaben "Richtige Beratung, qualifizierte Betreuung und gute Lehre für ein richtig gutes Studium an der Philipps-Universität Marburg.":

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Das Vorhaben konzentriert sich auf die drei Aktionsfelder Beratung, Betreuung und Lehrqualität, denn richtige Beratung, qualifizierte Betreuung und gute Lehre sind unabdingbare Voraussetzungen für ein richtig gutes Studium. Sechs der sieben Maßnahmen der 1. Förderperiode werden nach 2016 weitergeführt und ausgebaut.

Der Wechsel von der Schule an die Hochschule stellt hohe Anforderungen an Studierende: zunehmend jüngere Studienanfänger/-innen treffen auf neue Studiengänge und -strukturen, straffere Studienablaufs- und Prüfungssysteme und vermehrte Anforderungen an technisches und organisatorisches Wissen. Die immer differenziertere Berufswelt erfordert eine richtige Beratung der Studieninteressierten vor der Entscheidung für ein Studienfach bzw. für einen weiterführenden Studiengang. Die Universität Marburg setzt daher auf die Ausweitung webbasierter Studienganginformationen und studiengangspezifischer Self-Assessments.

Zum Studienbeginn geht die Beratung in einer verbesserten Studieneinführungswoche in eine aktive Betreuung durch die Hochschule über. Diese Maßnahme wurde in der 1. Förderperiode nachhaltig verankert; lediglich die Schulung der Teamer/innen erfordert eine weitere Förderung.

Die allgemeine Verbesserung der Betreuung und Ausweitung des Lehrangebots wird weiterhin durch den vermehrten Einsatz studentischer Tutoren/-innen sowie abgeordneter Lehrer/-innen erfolgreich umgesetzt. Letztere unterstützen die Studierenden auch gezielt im Rahmen einer Lehr-/Lernberatung.

Die Verantwortung für gute Lehre teilen sich die Universität und ihr Lehrpersonal. Auf der individuellen Ebene wird von den Lehrenden eine hohe Lehrqualität erwartet, was wir durch eine Ausweitung der hochschuldidaktischen Weiterbildung unterstützen. Auf institutioneller Ebene werden im Rahmen einer Qualitätssicherung in Studiengängen die Lehreinheiten dabei unterstützt, fachlich anspruchsvolle und inhaltlich sowie organisatorisch „studierbare“ Studiengänge anzubieten.

Zum Verbundvorhaben "Praktische klinische Kompetenz - Netzwerk zur methodisch-didaktischen und curricularen Optimierung des Studiums der Humanmedizin; Teilvorhaben Universität Marburg":

Neun Arbeitspakete sind in drei Antragssäulen zu einem Ziel verwoben: die methodisch-didaktische und curriculare Optimierung des Medizinstudiums.

Hierbei leistet jeder der Verbundpartner aufgrund seiner Erfahrung in der Lehre einen spezifischen Beitrag. Im „Maris“, im Dr. Reinfried Pohl-Zentrum für medizinische Lehre in Marburg, das sich dezidiert mit Lehrinnovationen und Lehrforschung beschäftigt, wird das Projekt koordiniert. Disziplinübergreifend werden alle auch chirurgisch relevanten praktischen Fertigkeiten in Bezug auf ihre Präsenz als Lehrgegenstand analysiert. Die kontinuierliche Erfassung, Bewertung und Bereitstellung von elektronischen Lehrmedien verläuft parallel zur wissenschaftlichen Analyse von Lehrinhalten, -methoden und Prüfungsformen für praktische klinische Fertigkeiten: Studierenden wie Lehrenden werden im Sinne eines „mobile Learning“ E-learning-Ressourcen zugänglich gemacht (erste, „methodische“ Säule).

Aufbauend auf den Lernzielen, die derzeit in den Fachgesellschaften erarbeitet werden, sollen die aktuell vermittelten Lehrinhalte gesichtet und hinsichtlich ihrer inhaltlichen Relevanz und Vollständigkeit geprüft werden. Die Evidenz verschiedener Unterrichtsmethoden zur Vermittlung praktischer klinischer Kompetenz  und ihre Prüfungsmethoden sollen in Marburg und mit den Partnern systematisch empirisch untersucht werden. Parallel dazu werden die chirurgischen Curricula der beteiligten Universitäten als Zeit-Inhalt-Kontinuum erfasst und systematisch untersucht (zweite, „curriculare“ Säule).

An den beteiligten Universitäten werden Qualifizierungsprogramme vorgenommen und damit neue Karrierewege für Ärztinnen/Ärzte aufgezeigt, die sowohl die Lehre im klinischen Alltag optimieren als auch die Attraktivität professioneller Lehre steigern. Die notwendige Lehrkompetenz der jüngeren Ärztinnen/Ärzte wird schließlich in einem Train-the-Teacher-Programm vermittelt und allen 36 deutschen medizinischen Fakultäten angeboten (dritte, „didaktische“ Säule).