Regionalworkshop Nordost: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht nur dem Angler. Zur akademischen Personalentwicklung von (neuberufenen) Professorinnen und Professoren: Universität Potsdam, 19./20. Oktober 2017

Logog der Uni Potsdam

Universität Potsdam

Professorinnen und Professoren sind die verantwortlichen Trägerinnen und Träger von Lehre und Studium an den Hochschulen. Damit einhergehen ihre Rollen als Forschende, Akteurinnen bzw. Akteure der universitären Selbstverwaltung, Beratende der Studierenden und nicht zuletzt als Führungskräfte. Statistiken zeigen demgegenüber deutlich, dass die Neigung von Professorinnen und Professoren zur Teilnahme an klassischen hochschuldidaktischen Angeboten weniger stark ausgeprägt ist als jene des wissenschaftlichen Nachwuchses. Entsprechend haben die Anbieter von (hochschuldidaktischer) Weiterbildung reagiert – denn der Wurm muss dem Fisch schmecken: Die Entwicklung besonderer Angebote und Angebotsformate für die Zielgruppe der (neuberufenen) Professorinnen und Professoren steht mehr denn je im Fokus der Aktivitäten zur Entwicklung der Lehre an den Hochschulen. Sie ist gleichzeitig, trotz der aktuellen Begünstigung durch entsprechende hochschulpolitische Debatten, nach wie vor eine große Herausforderung.

Der Workshop der Universität Potsdam regte den fachlichen Austausch über Angebote zur Begleitung und hochschuldidaktischen Weiterqualifizierung von (neuberufenen) Professorinnen und Professoren an. Die Diskussion von Anreizen und Hemmnissen für die Teilnahme an solchen Formaten bildete den Schwerpunkt der Veranstaltung. Dabei wurde auch auf die unterschiedlichen Bedarfe der Professorinnen und Professoren eingegangen.

In Anlehnung an das durch den Qualitätspakt Lehre geförderte Neuberufenenprogramm der Universität Potsdam umfasste der Workshop einen Lunchtalk, ein Kamingespräch und verschiedene Experten-Inputs. In themenspezifischen Arbeitsgruppen wurden Praxiserfahrungen ausgetauscht. Die Teilnehmenden hatten zudem die Gelegenheit, ihre eigenen Projektaktivitäten im „Pecha Kucha“-Format mit anschließender Posterausstellung zu präsentieren. So sollten ein Überblick über den aktuellen Stand an den Hochschulen und Anregungen zur Kooperation gegeben werden. Im Veranstaltungsformat „BarCamp“ hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit eigene Themen zu setzen.

Als Keynote-Sprecherin stellte Prof. Silke Bock die Einführungswoche für Neuberufene der Arbeitsgemeinschaft wissenschaftliche Weiterbildung hessischer Hochschulen als Erfolgsmodell eines zeitlich kompakten Angebots zur didaktischen Qualifizierung vor. Dr. Sabine Brendel gab mit der Erörterung der Frage „Didaktische Qualifizierung – nur für Neuberufene oder lohnt sich der Aufwand auch für gestandene Profs?“ weitere Anregungen für den Austausch der Teilnehmenden untereinander. Dr. Barbara Getto brachte in ihrem Input Ergebnisse aus der Forschung über Hochschulentwicklungsprozesse in den Themenfeldern Anreizsysteme, Motivation und E-Learning ein.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.