Regionalworkshop Nordwest: Miteinander für die Lehre: Zusammenarbeit zwischen den Lehrenden und der Hochschuldidaktik: Technische Universität Braunschweig, 24./25. Oktober 2017

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Auf dem Weg zur stetigen Verbesserung der Qualität der Lehre zeigt sich, dass die Lehre an deutschen Hochschulen sichtbarer, die hochschuldidaktischen Qualifizierungsangebote diverser und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteur/innen, insbesondere der Lehrenden und Hochschuldidaktiker/innen, intensiver geworden ist. Der QPL-Workshop in Braunschweig knüpfte an diesen Wandel an und bot den Mitarbeiter/innen der geförderten Projekte die Möglichkeit zum strukturierten Erfahrungsaustausch zu Zielgruppen und Formaten sowie zentralen Handlungsfeldern der Hochschuldidaktik.

Die Vizepräsidentin für Lehre und Diversity der TU Braunschweig, Prof. Dr. Simone Kauffeld, eröffnete den Regionalworkshop Nordwest mit einem Begrüßungsvortrag zum Thema „Miteinander für die Lehre – Der Braunschweiger Weg“. Dabei gab sie einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Lehrqualität sowie der innovativen Lehrprojekte an der TU Braunschweig und stellte insbesondere die Handlungsfelder der Braunschweiger Hochschuldidaktik im QPL-Projekt „teach4TU“ dar.

Den Schwerpunkt des Regionalworkshops bildete die themenbezogene Arbeit der Teilnehmer/innen in parallelen laufenden Akademischen Fachzirkeln (AFZ), ein an der TU Braunschweig erfolgreich etabliertes Format, in dem Lehrende und Hochschuldidaktiker/innen gemeinsam an Herausforderungen in der Lehre arbeiten. Dabei handelt es sich um einen moderierten Prozess, dessen Thema, Dauer und Ausgestaltung von den Auftraggeber/innen bestimmt wird. Die Teilnehmenden des QPL-Workshops arbeiteten in insgesamt acht AFZ an unterschiedlichen Fragestellungen aus der Hochschuldidaktik-Praxis. In den vier parallelen AFZ des ersten Workshoptages wurden zunächst die unterschiedlichen Zielgruppen und Formate der Hochschuldidaktik beleuchtet. Es wurden die Themen „Fachspezifische oder allgemeine Hochschuldidaktik“, „Der Mehrwert statusspezifischer Angebote“, „Der Weg ist das Ziel: Begleitung der Lehrenden“ sowie „Hochschuldidaktik jenseits der klassischen Formate“ angeboten. Am zweiten Workshoptag wurden Themen und deren Ausgestaltung in der Hochschuldidaktik behandelt. Die Teilnehmer/innen konnten zwischen den Themen „Kompetenzorientierung in der Hochschuldidaktik“, „Hochschuldidaktische Grundlagenprogramme“, „Lehrende als Botschafter/innen der Hochschuldidaktik“ sowie „Digitale Transformationen der Hochschuldidaktik“ wählen.

Gerahmt wurde der Regionalworkshop durch eine Podiumsdiskussion am Abend des ersten Tages. Auf dem Podium diskutierten zum Thema „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Hochschuldidaktik für alle?“ Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis (Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung der Universität Duisburg-Essen), Dr. Georg Jongmanns (HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.) und Dr. Jochen Spielmann (Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen an der TU Braunschweig) in einer moderierten Runde. Die Schwerpunkte der lebhaften Diskussionen drehten sich um Fragen der adäquaten Adressierung von unterschiedlichen Zielgruppen hochschuldidaktischer Weiterbildungsangebote und damit verbunden, um die übergreifende Frage nach der systematischen Entwicklung von hochschulischer Lehr-Lern-Kultur.

Den zweiten Workshoptag leitete Dr. Peter Salden (Zentrum für Wissenschaftsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum) mit einer Keynote zur „Evidenzbasierung in der Hochschuldidaktik“ ein. Dr. Salden gab einen Einblick in die Geschichte der Evidenzbasierung und schaute im Weiteren speziell auf die evidenzbasierte Argumentation hochschuldidaktischer Praxis sowie deren Rezeption und Erzeugung. In seinem Fazit stützte er die Aktualität des Themas Evidenzbasierung für die Hochschuldidaktik durch den Gewinn an Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft vor dem Hintergrund einer stetigen Reflexion des Umfeldes sowie individuellen Erfahrungen. In der anschließenden Diskussion wurde u.a. die Herausforderung (der hochschuldidaktischen Mitarbeiter/innen) thematisiert, die hochschulinternen Rahmenbedingungen mit der Arbeit im Qualitätspakt Lehre in Übereinstimmung zu bringen.

Die Ergebnisse des Workshops, insbesondere aus den einzelnen AFZ, wurden im Anschluss an die Gruppenarbeitsphasen auf dem „Marktplatz“ an einzelnen Ständen präsentiert und konnten bei einem gemeinsamen Mittagessen weitergehend diskutiert werden. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmenden über das bereits seit 2011 bestehende Netzwerk „Qualitätsoffensive Lehre in Niedersachsen“, der Zusammenschluss von QPL-geförderten Projekten aus Niedersachsen, Hamburg und Bremen, informieren und hatten die Möglichkeit, sich auch bundesweit auf der Kommunikationswand zu weitergehenden Themen zu vernetzen.

Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Ausrichtende Hochschule:
Das Qualitätspakt Lehre-Projekt der Technischen Universität Braunschweig „teach4TU - Lehr-Lern-Kultur nachhaltig gestalten“ legt den Fokus auf die Qualifizierung der Lehrenden aller Karrierestufen und die Förderung von innovativen Lehr-Lern-Projekten. Durch modular aufgebaute Qualifizierungsprogramme, Kurzformate, Beratung und Begleitung sowie moderierte Entwicklungsprozesse wird die Qualität der Lehre tiefen- und breitenwirksam verbessert.
www.tu-braunschweig.de/teach4tu