Tierärztliche Hochschule Hannover

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover wurde im Jahr 1778 als Roß-Arzney-Schule gegründet. Sie hat in Deutschland als einzige veterinärmedizinische Ausbildungsstätte ihren eigenständigen Status bewahrt und nimmt damit eine Sonderstellung ein.

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TiHo Hannover

Ausgangslage der Hochschule:
Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) wurde im Jahr 1778 als Roß-Arzney-Schule gegründet. Sie hat in Deutschland als einzige veterinärmedizinische Ausbildungsstätte ihren eigenständigen Status bewahrt und nimmt damit eine Sonderstellung ein. Neben dem Tiermedizinstudium und drei PhD-Programmen bietet die TiHo einen Masterstudiengang in Biologie an. Einschließlich der Doktoranden und PhD-Studierenden sind an der TiHo rund 2.400 Studierende eingeschrieben.
 

Zum Einzelvorhaben "FERTHIK - Vermittlung von tiermedizinischen klinischen Fertigkeiten und Implementierung von Ethik in der Tiermedizin":
Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) richtet für die Studierenden der Tiermedizin ein Lernlabor (Skills Lab) ein, in dem sie praktische Fertigkeiten, die für die Behandlung von Haus- und Nutztieren erforderlich sind, trainieren können.

In der 1. Förderperiode wurde erfolgreich ein Zentrum für klinische Fertigkeiten – Clinical Skills Lab (CSL) mit bisher 24 Lernstationen etabliert an denen jeweils  ein bis vier Studierende klinisch-praktische Fertigkeiten erwerben. Die Stationen wurden mit Lernmaterialien (Anleitungen, Videos, Bildertafeln, Poster, Fälle etc.) ausgestattet, die den Studierenden das Selbststudium an den Modellen und Simulatoren ermöglicht und sehr gut angenommen worden sind.

Um den Mehrwert für Studierenden zu erhöhen, werden Inhalte des (CSL) auf fall-basierte  praktische Fertigkeiten in verschiedenen Szenarien erweitert. Zusätzliche E-Learning-Elemente und die Vermittlung ethischer Aspekte sind darüber hinaus wichtige Bestandteile der Ausbildung im CSL. Geplante Summer Schools bilden die Plattform für den Austausch auf nationaler Ebene in den Bereichen klinischer Fertigkeiten und Ethik in der Tiermedizin und dienen zur Weiterentwicklung des CSL. Weiterführende Prüfungsformate, wie eOSCEs werden im CSL etabliert und professionalisiert. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu gewährleisten wird das „peer assisted teaching“ ausgeweitet. Zudem wird die Angewandte Ethik in der Tiermedizin in der Lehre systematisiert und für Studierende, Promovierende, Nachwuchswissenschaftler/innen und Lehrende über einen Leitfaden zugänglich gemacht werden. In Workshops werden Lehrinhalte und die Entwicklung einer spezifischen Didaktik in der Ethiklehre in der Veterinärmedizin harmonisiert und systematisiert.

Zum Verbundvorhaben "eCompetence and Utilities for Learners and Teachers; Teilvorhaben Tierärztliche Hochschule Hannover":
Ziel von eCULT war es, die unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen im Einsatz digitaler Lerntechnologien zur Verbesserung der Lehre in die Breite zu tragen. Dazu wurden in drei didaktischen Handlungsfeldern (Lehr-/Lernorganisation, videobasiertes Lehren & Lernen, eAssessment) die digitalen Werkzeuge (Utilities) weiterentwickelt und die Kompetenzen der Lehrenden und Studierenden im Umgang mit diesen Werkzeugen (eCompetences) durch Beratung und Schulung erhöht.

Aufgrund des breiten Spektrums von Kompetenzen der Verbundpartner konnte durch ein Netzwerk von Expertinnen und Experten der in Niedersachsen geübte rege Wissens- und Good-Practice-Transfer über die Hochschulgrenzen hinweg noch einmal deutlich gesteigert werden. Durch die Maßnahmen von eCULT wurden der an den Hochschulen ungleichmäßige Werkzeugeinsatz reduziert, der audiovisuelle Anteile in der Lehre erhöht und durch verbundweite Abstimmung die Palette der Unterstützungsangebote verbessert.

In eCULT+ werden darüber hinaus zusätzliche Maßnahmen umgesetzt:

  • Vertiefte anwendungsbezogene Bedarfe von Lehrenden und Studierenden beim Einsatz digitaler Lehr-/Lerntechnologien werden unterstützt, um einen niedrigschwelligen Einstieg zu erleichtern. Es erfolgt eine vertiefte, fachspezifische Ausrichtung der Beratungs- und Qualifizierungsangebote.
  • Es werden technische Entwicklungen angestrebt, die schwerpunktmäßig das Selbstlernen der Studierenden stärker unterstützen. Die Anforderungen der Lerner rücken stärker in den Fokus von Unterstützungsmaßnahmen.
  • Auf hochschulpolitischer Ebene wird von den Projektbeteiligten auf eine stärkere curriculare Integration digitaler Lerntechnologien hingearbeitet. Die Sichtbarkeit der angebotenen Leistungen soll erhöht werden.