Universität Duisburg-Essen

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) sieht sich dem bildungs- und sozialpolitischen Auftrag verpflichtet, die Bildung und Ausbildung von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu fördern.

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Uni Duisburg-Essen

Ausgangslage der Hochschule:
Die Universität Duisburg-Essen (UDE) sieht sich dem bildungs- und sozialpolitischen Auftrag verpflichtet, die Bildung und Ausbildung von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu fördern. Als große Universität des Ruhrgebiets und eine der zehn größten Hochschulen Deutschlands begreift die UDE die Vielfalt der Menschen in der Region als Potenzial und geht mit einer diversitätssensiblen Gestaltung von Studium und Lehre auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer über 40.000 Studierenden ein.

Zum Einzelvorhaben "Bildungsgerechtigkeit im Fokus II - Potenziale erkennen, fördern und entfalten":

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Die dem Vorhaben „Bildungsgerechtigkeit im Fokus“ stärkt die UDE die fachliche und sozial-habituelle Integration ihrer Studierenden in der Studieneingangsphase. Die Universität hat mit Hilfe der Qualitätspakt-Förderung seit 2011 viele innovative und breitenwirksame Konzepte zur Betreuung, Potenzialerkennung und -förderung entwickelt und umgesetzt: Die Betreuung wurde durch ein flächendeckendes Mentoring-System ausgebaut, große Lehrveranstaltungen in Blended-Learning-Szenarien überführt und sowohl Diagnostiken als auch Trainings zur Entwicklung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen etabliert.

In der zweiten Förderphase werden die erfolgreich erprobten Ansätze zur nachhaltigen Stärkung der Studieneingangsphase weiter in die Breite getragen, miteinander verzahnt und strukturell verankert. Die Erfahrungen der ersten Förderphase zeigen, dass die Verbindung der verschiedenen Ansätze bereits im Studieneingang greifen muss, um Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen, mit Angeboten zur Betreuung und Kompetenzentwicklung zu adressieren und vermeidbaren Studienabbrüchen entgegenzuwirken. Die UDE verbindet daher Diagnostik, Betreuung und Kompetenzentwicklung miteinander, um Studierenden frühzeitig eine Auseinandersetzung mit ihren eigenen Stärken und Schwächen zu ermöglichen, sie in Betreuungssysteme zu integrieren und mit curricularen und außercurricularen Angeboten zu fördern. Zu diesem Zweck werden die Maßnahmen neu justiert und um Konzepte wie das „Flexibilisierungssemester“, das sich der Erprobung individueller Regelstudienzeiten widmet, ergänzt.

Die UDE bündelt ihre Maßnahmen in fünf Teilprojekten:

1. Weiterentwicklung des UDE-Mentoring-Systems
2. Ausbau und curriculare Verankerung von Blended-Learning-Szenarien
3. Potenzialerkennung und -förderung in der MINT-Studieneingangsphase (einschließlich Flexibilisierungssemester)
4. Bedarfsorientierte Stärkung individueller Schreib- und Sprachkompetenzen
5. Optimierung von Studienverläufen durch Monitoring- und Feedback-Instrumente

Zum Verbundvorhaben "Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen - Teilvorhaben Universität Duisburg-Essen":

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KomDim-Verbund

Eine zunehmende Durchlässigkeit des Bildungssystems in Deutschland, die Internationalisierung von Studienstrukturen und die Pluralisierung von Lebensformen verändert die Zielgruppen der Hochschulen. Die Heterogenität der Studierenden und Lehrenden und damit auch die Kontakte zwischen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Einschätzungen, Werthaltungen, religiöser, politischer, gesellschaftlicher und sozialer Herkunft nehmen zu.

Der kompetente Umgang mit Diversität wird zum Ziel von Bildung und Persönlichkeitsentwicklung. Diversität spielt nicht nur in Hochschulen sondern auch in anderen gesellschaftlichen Räumen eine zentrale Rolle. Es ist daher von großer Bedeutung, den Studierenden nicht nur im Studium Chancengerechtigkeit zu ermöglichen, sondern sie bereits im Verlauf ihres Studiums für den Umgang mit heterogenen Gruppen und deren Belangen zu sensibilisieren.

KomDiM leistet hochschultypenübergreifend einen Beitrag für die Hochschulentwicklung in Nordrhein-Westfalen (NRW). Die Aufgabe des Zentrums ist die Bündelung der Diversity-Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Beratung aller Hochschulen in NRW zu einem Diversity-Management-Konzept für Studium und Lehre, Struktur- und Curriculumentwicklung sowie für die Hochschuldidaktik.

Dieses Zentrum wird Expertise zu Fragen der Heterogenität in Hochschulzugang, Bildungshintergründen, Migration, Gender etc. bündeln und wiederum Programme zum Diversity Management in Studium und Lehre in NRW ausschreiben, im Rahmen derer Hochschulen in Kooperation oder einzeln Projekte beantragen können. Von einer Jury werden dann Projekte ausgewählt und mit Weiterbildung, Beratung und Projektmanagement begleitet. Es werden Tagungen ausgerichtet, Best Practice-Beispiele erfasst und eine Datenbank gepflegt, auf der Diversity-unterstützendes Material als Download bereit steht, um die Prozesse in Studium und Lehre in Richtung Öffnung, Durchlässigkeit und Erfolg für heterogene Zielgruppen zu optimieren.