Universität Hohenheim

Vor Beginn des Projektes Humboldt reloaded (HR) 2011 wuchs die Universität Hohenheim stark. An den drei Fakultäten für Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studierten gut 9.000 Studierende.

Universität Hohenheim

Uni Hohenheim

Ausgangslage der Hochschule:

Vor Beginn des Projektes Humboldt reloaded (HR) 2011 wuchs die Universität Hohenheim stark. An den drei Fakultäten für Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studierten gut 9.000 Studierende. Die Studienpläne waren nach der Umstellung auf die gestuften Studiengänge deutlich verschult, die grundständige Lehre ereignete sich weitgehend in Massenveranstaltungen und der Forschungsbezug im Bachelorstudium erfolgte sehr spät.

Zum Einzelvorhaben "Humboldt Reloaded - Wissenschaftspraxis von Anfang an":

Ziel von HR war es, studentische Forschungsprojekte für 2/3 der Studierenden im zweiten Studienjahr aller Bachelorstudiengänge anzubieten. Zur Vorbereitung der Studierenden wurde eine Vielzahl von Kursen angeboten (Lernwerkstatt). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HR-Teams wurden durch didaktische Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Aufgaben in der forschenden Lehre geschult (Methodenwerkstatt). Eine wissenschaftliche Begleitforschung evaluierte das Projekt und erfasste für die Akzeptanz wichtige Parameter.

HR-Projekte erreichen inzwischen knapp die Hälfte aller Bachelorstudierenden im zweiten Studienjahr. Für die Akzeptanz waren die Anrechenbarkeit und die Freiwilligkeit der Teilnahme gleichermaßen wichtig. Die Projekte begeistern die Studierenden für die Forschung und ermöglichen ihnen einen realistischen Einblick in die Komplexität des Forschungsprozesses. Das HR-Team wirkt auf vielen Ebenen in Forschung und Lehre, sei es durch die Implementierung von forschungsorientiertem Lehren und Lernen in der individuellen Lehre, durch fach- und hochschulübergreifende didaktische Veranstaltungen oder durch die Durchführung der jährlichen wissenschaftlichen Tagung zur Präsentation der Projektergebnisse.

Als neue Elemente werden interdisziplinäre sowie von Studierenden initiierte Projekte angeboten, Peer Teaching Formate erprobt sowie internationale Summer Schools für Bachelorstudierende durchgeführt. Die wissenschaftliche Begleitforschung wird als Wirkungsforschung fortgeführt, die den Wert von HR-Projekten für die wissenschaftliche Laufbahn der Studierenden erfassen soll. Erste Ergebnisse sollen bei einer internationalen Tagung zu „Undergraduate Research Experiences“ präsentiert werden. Zur Weiterbildung des HR-Teams werden Seminarreihen aufgelegt, in denen interne und externe Sprecher zu empirischen und theoretischen Aspekten von Forschendem Lehren und Lernen berichten und diskutieren.