Universität Vechta

Die Universität Vechta mit ihren Schwerpunkten in der Lehramtsausbildung und im Bereich der Sozialen Dienstleistungen bietet derzeit elf Studiengänge für mehr als 3.300 Studierende an.

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Uni Vechta

Ausgangslage der Hochschule:
Profilelemente der Universität Vechta (ca. 3300 Studierende) spiegeln relevante Zukunftsfragen: Bil­dung, Altern, sozialer und kultureller Wandel sowie Ländlicher Raum. 17 Fächer sind mit Lehramtsoption zu studieren; einen zweiten Schwerpunkt bilden die Sozialen Dienstleistungen (Gerontologie, Soziale Arbeit sowie Dienstleistungsmanagement). Zudem werden Disziplinen übergreifend die Fächer Kultur- und Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Ethik sowie Geographien ländlicher Räume  angeboten.


Zum Einzelvorhaben "InVECTra - Stärkung der Integration und Transmission von Kompetenzentwicklung in Lehre und Studium der Universität Vechta":
Auf der Basis einer datenbasierten Stärken-/Schwächen-Analyse wurden Ziele und ein Maßnahmenpaket als Projekt “InVECTra“ entwickelt. Übergeordnete Zielsetzung ist die Etablierung einer umfassenden Feedbackkultur und Dialogorientierung, um Studien- und Lehrbedingungen qualitativ zu verbessern. Den „roten Faden“ stellt dabei die Kompetenzorientierung im Hinblick auf die Qualifikationsdimensionen im Bologna-Prozess – employability und citizenship - dar.

Einzelziele und Maßnahmenpakete:
Die universitätsweite Einführung eines „Vechta-Moduls“ bietet Studierenden die Möglichkeit, ihr Profil durch Feedback und Reflexion zu schärfen und ihre eigene Persönlichkeit und Berufsperspektive weiter zu entwickeln. Eine Einführung kompetenzorientierter Modulevaluationen unterstützt den Dialog über die Curricula und den Prozess der Studiengangsentwicklung und schärft das Bewusstsein für Kompetenzorientierung. Durch die universitätsweite Einführung von Studiengangskonferenzen werden die Erwartungen, Erfahrungen und Bewertungen des Studiengangs regelmäßig zwischen Lehrenden, Studierenden sowie dem Dienstleistungsbereich ausgetauscht. Mit der Einrichtung einer Juniorprofessur Hochschuldidaktik mit dem Schwerpunkt Schlüsselkompetenzen und den Stellen „Praxisdialog“ und „Schlüsselkompetenzen“ soll der Profilierungsbereich (überfachlicher Wahlpflichtbereich) forschungsbasiert weiter entwickelt, im Hinblick auf die Lehre gestärkt und die Schnittstelle zwischen fachwissenschaftlichem Studium und Profilierungsbereich ausgebaut  werden. Die geplanten Maßnahmen orientieren sich im Zusammenspiel am Plan-Do-Check-Act-Zyklus. Die Ergebnisse der Maßnahmen münden in einen jährlichen Bericht, Aktionspläne und (hochschuldidaktische) Workshops.

Zum Verbundvorhaben "eCompetence and Utilities for Learners and Teachers; Teilvorhaben Universität Vechta":
Ziel des Verbundprojektes eCULT ist es, die unterschiedlichen an den niedersächsischen Hochschulen vorhandenen Erfahrungen und Kompetenzen im Einsatz digitaler Lerntechnologien zur Verbesserung der Lehre aufzugreifen, in die Breite zu tragen und so miteinander zu teilen. Dazu soll ein hochschulübergreifend verfügbares Team bereitgestellt werden, das die lokalen Anstrengungen unterstützt und ergänzt. Dies soll auch durch die gemeinsame Bereitstellung und Pflege von an den Verbundhochschulen verbreiteten Werkzeugen und digitalen Lerntechnologien erwirkt werden. Dieses Vorhaben verdichtet sich auf die folgenden drei Projektziele:

  1. Verbreitung von drei didaktischen Ansätzen auf Basis digitaler Lerntechnologien gemäß quantitativen Zielvorgaben zur Qualitätsverbesserung der Lehre
  2. Aufbau und Bereitstellung der dafür notwendigen Lerntechnologien und Services (Didaktische Beratung, Support, Bereitstellung)
  3. Sanierung und Weiterentwicklung der digitalen Lerntechnologien für die Lehre von morgen

An der Universität Vechta ist das Projekt am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie (Leitung: Univ.-Prof. Dr. M. Schweer; Projektkoordination: Dr. K. Siebertz-Reckzeh) angesiedelt. Die anvisierten Ziele ergeben sich stringent aus den Forschungsschwerpunkten des Lehrstuhls zur Analyse von Lehr-Lern-Prozessen: So wird ein Maßnahmenpaket konzipiert, in dessen Fokus die Etablierung eines Feedback- und Reflexionssystems steht. Mit Hilfe dieses Online-Self-Assessments erhalten die Studierenden vor und während ihres Studiums hinsichtlich der berufsrelevanten Kompetenzdimensionen eine fundierte Rückmeldung im Sinne einer Selbsteinschätzung. Ferner werden modulbezogene E-Learning-Tools wie etwa E-Portfolios und E-Probeklausuren auf der Basis vorauslaufender Bedarfsabfragen allen Lehrenden der Universität zugänglich gemacht.
Didaktische Ansätze und Beratungsformate werden aus dem Verbund integriert, in Bezug auf die Adaptivität an fachliche sowie weitere standortspezifische Besonderheiten getestet und modifiziert. Die in Vechta resultierenden Ergebnisse werden kontinuierlich in den Verbund eingespeist, hierfür werden zielgruppenspezifische Beratungsformate der Hochschuldidaktik mit differenziellen Zugangsoptionen für Lehrende entwickelt.