Universität zu Lübeck

Die Universität zu Lübeck ist eine Universität mit etwa 4.000 Studierenden, die sich unter ihrem Motto „Im Focus das Leben“ auf die Themenbereiche Medizin, Informatik und Biowissenschaften in Forschung und Lehre spezialisiert hat.

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Uni Lübeck

Ausgangslage:

Die Universität zu Lübeck ist eine Schwerpunkt- und Campus-Universität mit etwa 4.000 Studierenden, die sich unter ihrem Motto „Im Focus das Leben“ auf die Themenbereiche Medizin, Informatik und Biowissenschaften in Forschung und Lehre spezialisiert hat. Das Studienangebot umfasst die Humanmedizin und verschiedene akkreditierte konsekutive Bachelor- und Master-Studiengänge aus den Bereichen Informatik, Biowissenschaften, Mathematik und Medizintechnik.

Zum Einzelvorhaben "Ein didaktisches Service-Center für Dozierende":

Zentrales Ziel war die Einrichtung eines Dozierenden-Service-Centers (DSC) als zentrale Einrichtung, die ein hochschuldidaktisches Zertifikatsprogramm anbietet. Dieses Programm sollte offen sein, ein theoriegeleitetes, lehrkompeten­zorientiertes Konzept (sechs Lehr-Kompetenzbereiche) verfolgen und mit Zertifikaten auf drei Stufen enden.

Das Dozierenden-Service-Center ist mittlerweile zentrale Einrichtung der Universität und damit fester Bestandteil universitärer Strukturen und Prozesse. Bisher haben 90% der Lehrenden der Universität (davon ca. 20% Professor_innen) teilgenommen, was zeigt, dass das offene Kurskonzept und die freie Wählbarkeit der Kurse extrem gut angenommen werden. Die Teilnehmer_innen entscheiden aufgrund ihrer eigenen Lehrkompetenz über den Besuch von Kursen. Das Zertifikatsprogramm wurde 2014 von der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) akkreditiert.

In der zweiten Förderperiode liegt der Fokus insbesondere in folgenden Bereichen:

  1. Die Weiterentwicklung und Erweiterung des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms. Dabei soll das bestehende Programm einerseits verlässlich und nachhaltig weitergeführt werden, andererseits sollen insbesondere individuelle Formate wie das Scholarship of Teaching and Learning (SoTL), Hospitationen und Coaching auf- und ausgebaut werden.
  2. Evidenzbasierte Methoden sollen im Bereich der Lehre an der Universität zu Lübeck etabliert werden, insbesondere Evaluations-forschungen, SoTL und hochschuldidaktische Wirkforschung.
  3. Der Bereich der E-Didaktik soll nachhaltig ausgebaut werden: Einerseits soll den Studierenden ein breiteres Angebot im Bereich der Lehr-Lernplattformen und des E-Learnings gemacht werden, andererseits sollen die Dozentinnen und Dozenten hierzu mehr Hilfestellungen erhalten.

Neben diesen Hauptzielen wird die in der ersten Förderperiode begonnene Maßnahme zur Erhöhung der Incomings und Outgoings von Studierenden fortgesetzt.

Zum Verbundvorhaben "Einstiege in das Studium; Teilvorhaben Universität zu Lübeck":

Ein wichtiges Ziel der ersten Förderperiode war es, das heterogene Ausgangsniveau von Bachelorstudierenden in Mathematik und Programmieren mit Hilfe von Vorkursen, Tutorien und Intensivkursen anzugleichen. Hinzu kamen E-Learning-Angebote zum räumlich und zeitlich unabhängigen Lernen. Spezielle Networking-Maßnahmen zielten darauf ab, das Umfeld für weibliche Studierende zu verbessern.

Weiterhin wurden Kurse eingerichtet, um Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen besser auf die Anforderungen eines Masterstudiums an der Universität vorzubereiten.

Zusätzliche Sprachkurse und interkulturelle Trainings förderten die Internationalisierung der Lehre. Verlängerte Öffnungszeiten und zusätzliche Betreuungsplätze der Kindertagesstätte unterstützten Studierende mit Kindern.

Die Maßnahmen der ersten Förderperiode haben sich bewährt. Besonders stark nachgefragt waren die Vorkurse, Tutorien und Intensivkurse in Mathematik und Programmieren. Hier konnten die Durchfallquoten in den Prüfungen nach dem 1. und 2. Semester gesenkt werden.

Die Maßnahmen der Bereiche „Einstieg Master“ und „Einstieg Sprachen“ wurden ebenfalls gut angenommen und positiv evaluiert.

Bei der Kinderbetreuung in Randzeiten bestanden anfangs große organisatorische Probleme mit einem externen Partner. In den letzten zwei Jahren der 1. Förderperiode wurde das Angebot mit einem anderen Partner neu aufgesetzt und läuft nun deutlich besser.

Aufgrund der positiven Erfahrungen aus der 1. Förderperiode wird die grundsätzliche Ausrichtung des Projekts mit seinen Schwerpunkten Mathematik, Programmieren, Master, Sprachen und Studieren mit Kindern beibehalten. Im Detail gibt es jedoch Anpassungen von Maßnahmen und zugeordneten Budgets. So wurden z. B. für Tutorien und Intensivkurse aufgrund des großen Bedarfs deutlich mehr Mittel beantragt.