Workshop 5 "Neue Studienmodelle und Flexibilisierung des Studiums"

Leitung: Ute Rieger, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Sophie Reimer, Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Ziel des Workshops war es, die in den letzten Jahren entstandenen neuen und flexiblen Studienmodelle zu klassifizieren, ihre Wirksamkeit zu hinterfragen und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Umsetzung darzustellen. Eine Systematisierung für neue bzw. flexible Studienmodelle sah zwei zeitlich flexible Modelle (mehr Zeit für gleiche Inhalte/mehr Zeit für zusätzliche Inhalte) sowie zwei inhaltlich flexible Modelle (neue Inhalte/Erweiterung durch bereits bestehende Inhalte) vor. Zusätzlich bildete sich eine Gruppe der „(inhaltlich-zeitlichen) potentialorientierten Streckung“.  Die Gruppen diskutierten u.a. die Gelingensbedingungen und Hemmnisse hinsichtlich der Einführung neuer Studienmodelle sowie Strategien im Umgang mit Misserfolgen. Es wurde deutlich, dass die Einrichtung flexibler Studienmodelle sich immer an der Nachfrage orientieren sollte, wobei das Vorwissen der Studierenden besondere Berücksichtigung finden und die Verhältnismäßigkeit von Fachlichkeit und Flexibilisierung gewahrt bleiben sollte.  Als Hemmnis erweist sich der höhere Aufwand in der Administration und der Betreuung der Studierenden. Die Überführung in nachhaltige Strukturen sollte daher von Anfang an mit bedacht werden. Ein offener Umgang mit Misserfolgen bei der Implementierung neuer Studienmodelle ist förderlich, um aus diesen lernen zu können und einen Struktur- und Kulturwandel an den Hochschulen anzustoßen.

Foto zu WS 5

Neue und flexible Studienmodell sowie deren Wirksamkeit waren das Thema von Workshop 5

BMBF/Robert Funke Fotografie