Fachtagung 2019 „Wissen sichern, teilen, transferieren im Qualitätspakt Lehre“

Am 9. und 10. Dezember 2019 fand die QPL-Fachtagung in der OsnabrückHalle, Osnabrück statt.

Am 9. und 10. Dezember 2019 fand die QPL-Fachtagung in der OsnabrückHalle, Osnabrück statt. Etwa 230 Teilnehmende aus den geförderten Projekten informierten sich über Nutzen, Anwendungsmöglichkeiten und Methoden des Wissensmanagements sowie über Beispiele für gelungenen Transfer aus verschiedenen Vorhaben des Qualitätspakts Lehre. An beiden Tagen der Veranstaltung entwickelten die Teilnehmenden neue Ideen, diskutierten und vertieften die Vernetzung untereinander und zwischen den Projekten des Programms.
 

Durch die Tagung führte die Moderatorin, Autorin und Redakteurin Kate Maleike. Der erste Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen des Themas Wissensmanagement. Er begann mit einem Grußwort des Ministerialdirigenten Peter Greisler aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Daran schloss sich die Keynote der Beraterin und Trainerin Gabriele Vollmar an. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Mit Wissensmanagement zur intelligenten Organisation“ rahmte sie die Begriffe der Organisation und des Wissensmanagements theoretisch, zeichnete nach, wie Organisationen mit Hilfe von Wissensmanagement lernen können und verdeutlichte, wie diese Überlegungen für Hochschulen als Organisationen relevant sind. Nach dieser Einstimmung in das Thema hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, je einen Aspekt aus dem Feld des Wissensmanagements in einem Workshop zu vertiefen und sich konkrete Ansätze für das persönliche und organisationale Wissensmanagement zu erarbeiten. Zu vier verschiedenen Aspekten fanden insgesamt sieben Workshops statt, die von Expertinnen und Experten des Themas angeboten wurden. Zu den folgenden Anwendungsfeldern und Methoden gab es Workshops:

  • Wissensmanagement und Projektmanagement,
  • Wissensmanagement einführen,
  • Methoden und Tools zum Umgang mit explizitem Wissen,
  • Erfahrungswissen identifizieren und sichern.

Der Tag schloss mit einem musikalischen Ausklang. Dieser wurde durch ein Cello Quartett der im Qualitätspakt Lehre geförderten Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gestaltet. Die vier Musiker leiteten mit ihrem Beitrag zum informellen Teil der Veranstaltung über, der den Teilnehmenden weitere Gelegenheiten zu Austausch und Vernetzung bot.

Am nächsten Morgen führte Prof. Dr. Uwe Schmidt von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit seiner Keynote „Herausforderungen für den Transfer von Ideen und Wissen an den Hochschulen“ in das Leitthema des zweiten Veranstaltungstages ein. In den Fokus stellte er dabei die Übertragung von Projekten oder Projektergebnissen zwischen Hochschulen und betonte die Bedeutung von Wirkungsmessung und Priorisierung für das Gelingen solcherart Transfer, aber auch deren Schwierigkeit. Vor dem Hintergrund weiterer Gelingensbedingungen schlussfolgerte er, dass Transfer zeitaufwändig und voraussetzungsvoll sei. Der Mehrwert liege daher nicht in Kosteneinsparungen, sondern in der Übertragung qualitativ hochwertiger Projekte. Die Übertragung angepasster erfolgreicher Projekte sei für Hochschulen letztendlich vorteilhafter als wiederholt das „Rad neu zu erfinden“. Anschließend wurden Aspekte des Themas Transfer in sechs Workshops diskutiert, die jeweils von Beitragenden aus mehreren geförderten Projekten gemeinsam gestaltet worden waren. In diesen Workshops stellten die Projekte Beispiele gelungenen Transfers vor und erarbeiteten mit den Teilnehmenden weitere Ideen. Workshops fanden zu den folgenden Aspekten statt:

  • Transfer – erfolgreiches Fortführen von Projekten,
  • Transfer zwischen Hochschulen,
  • Transfer von Hochschulen zu anderen Institutionen,
  • Transfer in Verbünden – Strukturen und Kommunikation,
  • Transfer in Verbünden – Schwerpunkt Digitalisierung,
  • Transfer in Hochschulen – Schwerpunkt Didaktik.

Abschließend wurden in einer Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung die Themen und Ereignisse der zwei Veranstaltungstage reflektiert und auf weitere Erfahrungen aus dem Qualitätspakt Lehre bezogen. Auf dem Podium beteiligt waren Dr. Martin Lommel von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Isabel Roessler vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Prof. Dr. Uwe Schmidt sowie Prof. Dr.-Ing. Karin Vosseberg von der Hochschule Bremerhaven. Diskutierende auf dem Podium sowie aus den Reihen des Publikums stellten Überlegungen zur Wirkung des Qualitätspakts Lehre und zum Transfer vor dem Hintergrund des endenden Förderprogramms an, diskutierten den Transfer und die Kommunikation von Hochschulen in die Gesellschaft und zogen ein Fazit zu den Chancen und Herausforderungen in Programmen wie dem Qualitätspakt Lehre. Positiv wurde das Engagement der Beteiligten an den QPL-Projekten hervorgehoben sowie der Anstoß, den der Qualitätspakt Lehre für die Wahrnehmung der Bedeutung von Lehre gibt.

Fachtagung QPL 2019

BMBF/Timm Bourry

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